• Der 1. FC Kaiserslautern ist dabei, im Mittelmaß der Zweiten Bundesliga zu versinken. Der Saisonstart ist misslungen,wie auch Vereinschef Stefan Kuntz einräumt.

    Der Druck auf die Mannschaft, Sportdirektor Markus Schupp und Trainer Kosta Runjaic wächst.
    Die Anhänger des 1. FC Kaiserslautern haben Angst, dass der Fall eintritt, der eigentlich schon Realität ist. Die Fans der Roten Teufel fürchten, dass ihr Verein in der Zweiten Fußball-Bundesliga festsitzt. Die begründete Angst hat am Freitagabend beim verdienten 0:2 (0:0) des bemühten, aber unkreativ und mutlos spielenden FCK gegen Bundesliga-Absteiger SC Freiburg neue Nahrung bekommen. Karim Guédé, ein zweikampfstarkes Kraftpaket, gab zweimal den Torvorbereiter, Amir Abrashi (72.) und Topstürmer Nils Petersen (87.) mit seinem sechsten Saisontreffer brachten den dritten Sieg des Tabellenzweiten im dritten Auswärtsspiel in dieser Saison unter Dach und Fach. Der FCK ist mit acht Punkten aus sechs Spielen bei nun zwei Niederlagen in Folge vorläufig Siebter.

    „Wir sind natürlich enttäuscht“, sagte FCK-Trainer Kosta Runjaic, „beide Mannschaften haben die Räume eng gemacht. Den ersten großen individuellen Fehler hat Freiburg ausgenutzt und dann mit einem schönen Spielzug den Sieg perfekt gemacht.“ Vor dem 0:1 verlor FCK-Innenverteidiger Stipe Vucur den Ball, und der dynamische Guédé bediente Abrashi. Bis zu dieser 72. Minute hielten die eifrigen Lauterer die favorisierten und optisch überlegenen Gäste in Schach. Nach vorne aber lief kaum etwas. Der Fehlpass-Fabrikant Markus Karl und Alexander Ring, bei dem Anspruch und Wirklichkeit derzeit arg weit auseinanderliegen, mühten sich zwar defensiv redlich. Kreatives brachten die Mittelfeldspieler aber nicht zu Stande.

    Über die Flügel ging beim FCK erneut so gut wie nichts, Ruben Jenssen, über links bemüht, ließ sich bei seiner Chance zu weit abdrängen (61.). Als Pendants des Norwegers vermochten die Last-Minute-Neuzugänge Marcus Piossek, wenigstens Passgeber bei Jenssens Chance, und Robert Pich kaum Akzente zu setzen. Tempoläufe und erzwungene Eins-gegen-eins-Situationen, wie sie vorige Runde etwa bei Karim Matmour zu sehen waren, fehlten. Adäquater Ersatz für Matmour, dessen (teurer ) Vertrag nicht erneuert wurde, ist nicht zu erkennen.

    Daniel Halfar, der fußballerisch Beste in diesem FCK-Kader, war praktisch der zweite Stürmer – daher fehlten seine Zuspiele aus dem Mittelfeld. So blieben die Lauterer das harmlose Kaninchen, das dann eben irgendwann doch von der Schlange erwischt worden ist. „Wenn du in einem Spiel merkst, dass der Gegner stärker ist und es so lange 0:0 steht“, sagte Halfar, „dann musst du als Mannschaft clever genug sein, diesen Punkt mitzunehmen und darfst nicht diese Fehler machen.“

    FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz bemerkte: „Wir sind nicht so in die Saison gestartet wie gewünscht. Einsatz und Leidenschaft waren in Ordnung, aber spielerisch war Freiburg überlegen und auf den einzelnen Positionen besser besetzt.“ Eine Trainerdebatte leitet sich für Kuntz daraus nicht ab. Jetzt aber, betonte er, sollte so langsam „Zählbares rauskommen“.
    Quellen
      • Rheinpfalz am Sonntag

Kommentare 9

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    Die Überschrift sollte anders lauten und zwar: Rote Teufel sind graue Mäuse! Das auch schon längere Zeit, weil der Trend ganz klar rückläufig ist und die Kurve nach unten geht! :weiseropa:
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    wir werden keine grauen Mäuse ..... wir könnnen ja nur Hü oder Hott. Entweder kommen wir irgendwie wieder da raus und spielen am Ende doch wieder um Platz 3-4 mit, oder aber uns zieht es in den Abstiegskampf. Wenn man nichts fundamentales ändert,…
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    Die BRISANZ wurde aber nicht von uns reingebracht. Sowas nennt man auch Galgenhumor.
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    Ganz ehrlich mir ist das Thema momentan zu prisant um das Ganze ins lächerliche zu ziehen
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    Zitat von mplusk: „2klassige Amatuere? goettinger, da beleidgst du aber einige Amateurvereine! Ich denke, dass im Amateurfussball seriöser und nachhaltiger gearbeitet als da oben! Kreisliganiveau trifft es besser. Leider hat es zu lange gedauert, bis…