• FCK morgen in Bochum – Vucur gibt Gas – Personalsorgen bleiben

    Mit Plan B, C und D in der Tasche fährt Michael Frontzeck, der Trainer des Zweitliga-Schlusslichts 1. FC Kaiserslautern, heute mit seinem Team nach Bochum. Dort empfängt der VfL als Tabellensiebter morgen (18.30 Uhr) den personell gebeutelten FCK.
    ​ Der Einsatz der angeschlagenen Lauterer Christoph Moritz (Kapsel-Bänderdehnung im Sprunggelenk), Leon Guwara (Gehirnerschütterung) und Lukas Spalvis (grippaler Infekt) am fünftletzten Spieltag ist wie angekündigt „mehr als fraglich“, bekräftigte Frontzeck gestern.

    Den Platz im 18er-Kader von Kapitän Moritz wird als defensiver Mittelfeldspieler wohl Mads Albaek einnehmen. Er hat seit September wegen einer Schambeinentzündung nicht spielen können, wurde schließlich operiert. „Mads trainiert seit gut vier Wochen ohne Probleme mit, hat das Testspiel in Düsseldorf mitgemacht und in der Zweiten Mannschaft gespielt. Er ist eine Option für den Kader“, sagte Frontzeck. Im kräftezehrenden Heimspiel des FCK am Sonntag gegen Regensburg, das 1:1 endete, vertrat Gino Fechner den verletzten Moritz nach dessen Auswechslung im zentralen defensiven Mittelfeld. Für den 20-Jährigen wäre ein Startelf-Einsatz im ehemaligen Ruhrstadion etwas ganz Besonderes: Fechner stammt aus Bochum und hat in der Jugend für den VfL gespielt. Sein Vater Harry war in den Siebzigerjahren für Bochum in der Bundesliga am Ball.

    Phillipp Mwene, bereits am Sonntag in der letzten halben Stunde als Linksverteidiger eingesprungen, und Fechner sind erste Anwärter auf die Vertretung Guwaras und Moritz’. Falls der erkältete Spalvis – er ist auf dem Weg der Besserung – noch nicht fit genug ist, könnte Sebastian Andersson von Beginn an stürmen, der Schütze des 1:1 gegen Regensburg. Auch Halil Altintop, bisher stets Joker, ist eine Alternative für die Startelf.

    Wieder spielen wird nach verbüßter Gelbsperre Brandon Borrello. Auch Benjamin Kessel ist nach glimpflichem und kurierten „Pferdekuss“ in Bochum dabei; der Rechtsverteidiger trainierte gestern wieder in vollem Umfang mit dem Team.

    „Es wird wichtig sein, dass wir sehr gut organisiert sind“, sagte Frontzeck mit Blick auf den morgigen Gegner, „Bochum gehört vom Kader her zum Besten, was die Liga zu bieten hat.“ Auch wenn der FCK aus den letzten fünf Punktspielen wohl vier Siege braucht, um noch Hoffnung auf den Klassenverbleib haben zu können, ist die Stimmung im Team gut.

    „Wir haben seit der Winterpause schon einen Riesenrückstand aufgeholt“, betonte Stipe Vucur, in der Innenverteidigung zur festen Größe geworden, „das gibt uns Kraft für die restlichen Spiele.“ Der 1,94-Meter-Mann ist trotz der weiter äußerst schwierigen Mission optimistisch. „Wenn wir noch ein großes Finalspiel haben – entweder das letzte Punktspiel in Ingolstadt oder eben die Relegation –, dann hätten wir ein wichtiges Zwischenziel erreicht“, sagte der 25-Jährige, dessen Vertrag unabhängig von der Ligazugehörigkeit ausläuft. Vucur hat seine Leistungen in den vergangenen Monaten stabilisiert. Zu gerne würde er erleben, dass der Endspurt erfolgreich ist und „ein befreiendes Gefühl im ganzen Verein und in der ganzen Region auslöst“.

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    Quellen
      • Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung

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