• FCK erwartet heute 30 000 Besucher zum Spiel gegen den FC St. Pauli – Der Schulterschluss mit der Region
    Der Schulterschluss mit der Pfalz gibt neuen Mut im Klassenkampf: Zweitliga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern erwartet heute (13 Uhr) 30.000 Zuschauer zum Heimspiel gegen den FC St. Pauli.

    „Das ist ein Zeichen der Region. Sie honoriert, dass diese Mannschaft versucht, das Unmögliche möglich zu machen“, sagt Martin Bader, seit 1. Februar Sportvorstand des FCK. „Ich bin grundsätzlich positiv, weil die Mannschaft immer gezeigt hat, dass sie an ihre Grenzen geht. Ich klammere mich an die Spiele gegen Union und Kiel“, sagt Bader. „Wir wollen die Leute überzeugen, dass das ein toller Verein ist und bleiben wird, was auch immer passiert“, sagt der Sportchef. Die Reduzierung der Stadionmiete schaffe Klarheit, mache deutlich, dass es beim FCK weitergeht. „Kein Spieler ist mit den Gedanken woanders“, sagt Bader und sieht absolut keine Auflösungserscheinungen. „Es ist jeder für den anderen da. In der Kabine herrscht ein guter Geist.“

    Der FC St. Pauli hat die letzten drei Spiele auf dem „Betze“ gewonnen. Im Fall eines Sieges heute darf gar wieder nach oben Richtung Relegationsplatz drei geschielt werden. „In erster Linie geht der Blick aber nach unten“, sagt Pauli-Sportdirektor Uwe Stöver, der so schnell wie möglich das Thema Klassenerhalt abgehakt wissen möchte. Pauli, als Aufstiegs-Mitfavorit gestartet, hat Trainer Olaf Janßen nach acht Spielen ohne Sieg und zwei Packungen (0:4 in Fürth, 0:5 in Bielefeld) entlassen und durch den früheren Karlsruher Markus Kauczinski ersetzt. „In zehn Spielen mit ihm haben wir 15 Punkte geholt“, sagt Stöver. Sowohl Janßen als nun auch Kauczinski „hatten in der Spitze elf, zwölf Verletzte“. So plagt sich Pauli nach den Ausfällen von Sobiech, Zander und Hornschuh mit Problemen bei der Besetzung in der Innenverteidigung.

    „Wir hoffen, dass es bei Avevor und Ziereis geht“, sagt Stöver vor der Rückkehr in die alte Heimat. FCK-Mitglied ist er geblieben.„

    Als Michael Frontzeck angefangen hat, hatten wir zwölf Punkte. Wir haben gesagt: Wir haben keine Chance, die aber wollen wir nutzen“, sagt Martin Bader vor der heißen Hausaufgabe. Der Coach weiß den zuletzt gelbgesperrten Benjamin Kessel zurück im Kader. Er dürfte als rechter Verteidiger starten, Phillipp Mwene auf die rechte Außenbahn rücken.

    Das 1:2 zuletzt bei Greuther Fürth sei abgehakt. „Der Mannschaft war bewusst, dass sie nicht alle aus dem Stadion schießen würde. Rückschläge gehören dazu“, sagt Frontzeck, der vom 3. Oktober 2012 bis 6. November 2013 Trainer in St. Pauli war, den Verein mag: „Ein Klub, der über sehr viel Kraft verfügt.“

    SO SPIELEN SIE

    1. FC Kaiserslautern: Müller - Kessel, Callsen-Bracker, Vucur, Guwara - Mwene, Moritz, Seufert, Borrello - Andersson, Osawe

    Ersatz: Sievers, Correia, Ziegler, Fechner, Jenssen, Altintop, Spalvis

    Es fehlen: Albaek (Aufbautraining nach Schambein-OP), Halfar (Reha nach Hüft-OP), Modica (Aufbautraining nach Muskelfaserriss), Przybylko (Aufbautraining nach Mittelfußverletzung)


    FC St. Pauli: Himmelmann - Park, Avevor, Ziereis, Buballa - Nehrig, Flum - Neudecker, Allagui, Sahin - Bouhaddouz

    Es fehlen: Buchtmann, Miyaichi, Schoppenhauer (alle Trainingsrückstand), Hornschuh (Reha), Sobiech, Litka (beide Sprunggelenkverletzung), Sobota (Sehnenriss an der Ferse), Zander (grippaler Infekt)

    Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück)

    Hinrunde: 1:1
    Quellen
      • Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung

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