• Der 1. FC Kaiserslautern ist um eine Hoffnung ärmer. Nach der 1:2-Niederlage bei der SpVgg Greuther Fürth beträgt der Rückstand des Zweitliga-Schlusslichts auf Erzgebirge Aue auf dem Relegationsplatz sechs Punkte.
    ​ Man darf ihm abnehmen, dass die guten Wünsche, die er FCK-Trainer Michael Frontzeck für seine Mission Klassenerhalt mit auf den Heimweg gab, ernst gemeint waren. Erstens ist Damir Buric, der Coach der SpVgg Greuther Fürth, dank jetzt 33 Punkten mit seinem Team auf gutem Weg ans rettende Ufer. Zweitens waren Buric und Frontzeck in zwei gemeinsamen Profijahren beim SC Freiburg und einer Spielzeit bei Borussia Mönchengladbach auch Zimmergenossen. Man versteht sich.

    Die Lage des FCK hat sich nach der vermeidbaren Schlappe im Sechs-Punkte-Spiel wieder verschlechtert, da der VfL Bochum, Erzgebirge Aue und Darmstadt 98, die Konkurrenz am Ligaabgrund, punkteten.

    „Fehler gehören zum Fußball“, philosophierte Frontzeck, ohne das Phrasenschwein bedienen zu wollen. Dass seine Jungs nach einer eigenen Ecke durch einen feinen Konter über Khaled Narey an Christoph Moritz vorbei durch den groß auftrumpfenden Julian Green das 0:1 fingen, war sehr bitter. Beim Siegtreffer des „Kleeblatts“, von Mario Maloca nach Wittek-Ecke per Kopf im Duell mit Christoph Moritz erzielt, war die Lauterer Abwehr einmal mehr bei einem Standard unorganisiert. „Wir spielen Raumdeckung, da ist es sehr wichtig, dass jeder seinen Raum auch konsequent bearbeitet“, klagte Ruben Jenssen. „Die Ecke musst du besser verteidigen“, betonte FCK-Sportdirektor Boris Notzon kopfschüttelnd. „Du kannst leider immer so ein Tor durch eine Standardsituation bekommen“, sagte FCK-Innenverteidiger Jan-Ingwer Callsen-Bracker, der beim 0:1 schlecht aussah. „Wir sind auch selbstkritisch, jetzt müssen wir wie nach vergangenen Rückschlägen wieder die richtige Reaktion zeigen“, sagte Callsen-Bracker.

    „Das 1:0 für Fürth darf so nicht fallen, aber wir haben uns mit dem 1:1 kurz vor der Pause wieder gut zurückgekämpft“, meinte Jenssen. „Die zweite Halbzeit war recht ausgeglichen, wir waren gut im Spiel. Aber ich hatte schon ein paar Minuten vor dem 1:2 das Gefühl, dass wir unkonzentrierter werden“, sagte der Mittelfeldmann, der wenig Wirkung erzielte.

    „Das ist brutal. Du verlierst das zweite Big-Point-Spiel innerhalb von zwei Wochen, eigentlich wollten wir aus dem Aue-Spiel lernen“, sagte FCK-Torwart Marius Müller verärgert. Es wurde wieder eine 1:2-Niederlage. Wieder entstanden die Gegentore nach einem Eckball und nach einem Konter. In Aue kassierte der FCK den ersten Gegentreffer nach einer Ecke und den zweiten nach einem Konter. In Fürth nun war die Reihenfolge umgekehrt. „Das ist unglaublich bitter“, resümierte Müller, „wir wussten, dass die Fürther Konterfußballer sind.“

    „So bitter es ist: Wir müssen das Fürth-Spiel abhaken und jetzt gegen St. Pauli die richtige Reaktion zeigen. Riesenkompliment an unsere Fans. Sie kommen mit fast 3000 Leuten nach Fürth und feuern uns an, sie haben uns nach vorne gepeitscht“, sagte Müller. „Wir können es nur zusammen schaffen“, betonte der 24-Jährige, der für seine erneut erstklassige Leistung von beiden Trainern hoch gelobt wurde. „Wir wissen, dass wir in einem wichtigen Spiel nicht geliefert haben“, betonte der Torwart, „jetzt wollen wir im nächsten Spiel nachliefern. Keiner von uns will absteigen! Wir haben alle genug Stolz, um alles zu probieren, das zu verhindern. Keiner will der sein, der den FCK in die Dritte Liga gebracht hat!“
    Quellen
      • Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung

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    Zitat: „„Das ist brutal. Du verlierst das zweite Big-Point-Spiel innerhalb von zwei Wochen, eigentlich wollten wir aus dem Aue-Spiel lernen“, sagte FCK-Torwart Marius Müller verärgert. Es wurde wieder eine 1:2-Niederlage. Wieder entstanden die…