• FCK heute zu Gast in Fürth – Über 2000 Lauterer Fans dabei – Marius Müller mit neuer Zuversicht – Drei Sterne für das NLZ

    In kleinen Schritten zum großen Ziel: Der 1. FC Kaiserslautern, mit 24 Punkten Tabellenletzter der Zweiten Fußball-Bundesliga, kämpft heute (13 Uhr) bei der SpVgg Greuther Fürth, die 30 Punkte hat, um drei Punkte und das sportliche Überleben. Es sind noch neun Spiele! Nur noch neun ...
    ​ „Ich sehe uns da nicht als Favorit“, sagt FCK-Trainer Michael Frontzeck mit Hinweis auf die jüngsten Erfolgsserien des „Kleeblatts“: Die Mannschaft von Damir Buric hamsterte in den letzten vier Spielen zehn Punkte, gewann das Franken-Derby letzten Samstag beim 1. FC Nürnberg überraschend mit 2:0 und ist im heimischen Ronhof seit acht Spielen ungeschlagen. „Fürth hat in den letzten Monaten ordentlich gepunktet, in Nürnberg eine Top-Mannschaft geschlagen“, bekundet Frontzeck Respekt vor den Gastgebern. 10.500 Tickets wurden bisher abgesetzt, der FCK hat sein Kontingent von 2048 Karten voll ausgeschöpft, vermeldet Pressesprecher Stefan Roßkopf sehr zur Freude des Trainers. „Schön, dass so viele Fans von uns dabei sind. Das wird ein schwieriges Spiel“, sagt Frontzeck.

    Er kennt die Hochrechnungen der Fürther, die in den Spielen gegen den FCK und in Aue sechs Punkte einkalkulieren und den großen Befreiungsschlag landen wollen. Der Lauterer Coach versucht seine Spieler seit seinem Amtsantritt am 1. Februar darauf einzuschwören, „von Spiel zu Spiel zu denken“, um sich nur ja nicht vom großen Druck zermürben zu lassen: „Es ist ein wichtiges Spiel. Aber es ist kein Endspiel. Egal wie das Spiel auch ausgeht, die Saison ist dann noch nicht zu Ende.“

    Das Muss spielt mit. Weil nach der verkorksten Hinrunde mit nur elf Punkten jeder weiß, dass Verlieren quasi verboten ist. „Ich bin überzeugt, das wir es schaffen – sogar ohne Relegation“, sagte Marius Müller an diesem Mittwoch in Kirchheimbolanden. Der Torwart war Ehrengast bei der RHEINPFALZ-Sportlerehrung des Donnersbergkreises und dabei ein erstklassiger Botschafter des FCK. Der 24-Jährige sieht spielerisch Fortschritte, ist aber auch überzeugt, dass die neu entflammte Leidenschaft den FCK ans sichere Ufer bringt. Müller, der mit zehn Jahren zum FCK kam, ging mit 23 nach Leipzig und kehrte mit 24 auf Leihbasis zurück. An Abstiegskampf dachte er da nicht. Müller hat den Kampf mit Inbrunst angenommen. Er haut sich rein, er treibt an. Er ist ein Rückhalt, wenngleich er seiner Mannschaft beim 1:2 gegen Fortuna Düsseldorf einen Bärendienst leistete, bei 1:0-Führung Gelb-Rot sah. Unnötig, wie er weiß ...

    Müller, der unbedingt nach Lautern zurück wollte, identifiziert sich voll und ganz mit dem Klub, der für ihn mehr als nur ein Arbeitgeber ist. Müller: „Es ist mein Verein! Ich bin schon lange hier, ich bin hier zu Hause. Ich liebe die Stadt. Ich bin kein Großstadtmensch. Wir fühlen uns hier sehr wohl.“ Wir – das sind Vivien, seit Dezember 2017 Frau Müller, ein Mops, dem die Nähe zum Wald entgegenkommt, und eben Müller, der aus Lampertheim stammt. Am 13. Mai will er den Klassenerhalt mit dem FCK feiern. Dann folgt in Bensheim, Viviens Heimat, die kirchliche Hochzeit. Seit der A-Jugend, seit 2012, ist sie an Müllers Seite. Sie lebt mit, sie leidet mit. Nach den Spielen wird daheim diskutiert, wird analysiert.

    Die FCK-Talentschmiede, aus der auch Müller hervorging, erhielt nun bei der vom DFB und der DFL mit der belgischen Agentur „Double Pass“ durchgeführten Bewertung der Nachwuchsleistungszentren (NLZ) der 36 deutschen Profiklubs erneut die höchstmögliche Anzahl von drei Sternen. „Diese Auszeichnung ist für uns zum einen die Bestätigung der guten Arbeit aller Verantwortlichen in unserem Nachwuchsbereich, zum anderen aber auch der klare Auftrag, weiter Ausbildung auf diesem hohen Niveau zu betreiben. Die Arbeit mit dem Nachwuchs ist für uns ein wesentlicher Baustein für eine erfolgreiche Zukunft des FCK. Wir wollen Spieler für uns ausbilden. Wir hatten zuletzt eine hohe Durchlässigkeit vom eigenen Nachwuchs in den eigenen Profibereich und werden diesen Weg weiter gehen“, erklärt FCK-Sportvorstand Martin Bader.

    So spielen sie

    SpVgg Greuther Fürth: Burchert - Hilbert, Maloca, Caligiuri, Wittek - Gugganig, Gjasula - Green - Narey, Reese, Ernst

    Es fehlen: Bolly, Omladic, Sararer (alle im Aufbautraining)


    1. FC Kaiserslautern: Müller - Mwene, Callsen-Bracker, Vucur, Guwara - Borrello, Moritz, Seufert, Jenssen - Andersson, Osawe

    Ersatz: Sievers, Correia, Ziegler, Fechner, Osei Kwadwo, Altintop, Spalvis –

    Es fehlen: Albaek (Aufbautraining nach Schambeinoperation), Halfar (Reha nach Hüftoperation), Kessel (Gelb-Sperre), Modica (Aufbautraining nach Muskelfaserriss), Przybylko (Aufbautraining nach Mittelfußverletzung)

    Schiedsrichter: Heft (Neuenkirchen)

    Hinrunde: 0:3.
    Quellen
      • Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung

Kommentare 0

Es wurden noch keine Kommentare verfasst.