• FCK heute in Darmstadt ohne Spalvis – Großes Lob für Moritz

    Mehr Abstiegskampf geht kaum: Der Zweitliga-Vorletzte SV Darmstadt 98 (22 Punkte) trifft heute (18.30 Uhr) am heimischen Böllenfalltor auf Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern (18 Punkte).
    ​ Das Spiel wurde im ersten Anlauf am 24. Januar nach der torlosen ersten Halbzeit wegen Herzrhythmusstörungen beim damaligen FCK-Trainer Jeff Strasser abgebrochen.

    Sein Nachfolger Michael Frontzeck plagt sich vor dem Kellerduell mit neuen Personalproblemen. Wegen muskulärer Beschwerden steht heute auch Stürmer Lukas Spalvis nicht zur Verfügung. „Möglicherweise reist er nach Aue nach“, sagt Trainer Frontzeck mit Blick auf Samstag. Marcel Correia und Osayamen Osawe sind wieder einsatzbereit.

    Nach kräftezehrenden 97 Minuten gegen den SV Sandhausen erwartet der Coach „wieder ein hochintensives Spiel“. Mittelfeldmotor Christoph Moritz wird nach verbüßter Gelb-Sperre die Mannschaft anführen. Das stimmt Frontzeck hoffnungsfroh, der den 28-Jährigen in den beiden ersten Spielen unter seiner Regie „sehr gut“ bewertete: „Christoph geht immer vorneweg. Er bringt sehr viel Energie ein, ein Mensch, der nicht müde wird. Gut, dass er zurückkommt.“

    Beim heutigen Gegner hat FCK-Linksverteidiger Leon Guwara in der vergangenen Saison gespielt – in der Bundesliga. Im Sommer wurde er von Werder Bremen erneut verliehen – diesmal bis 30. Juni 2018 an den FCK. Erst lief es gut für den 21-Jährigen. Bei der bitteren 1:3-Niederlage am 28. Oktober beim starken Aufsteiger Jahn Regensburg erzwang Guwara den von Moritz verwandelten Foulelfmeter zum 1:1 – aber er verschuldete zuvor auch das 0:1. Dieser und andere taktische Fehler wurden der Leihgabe zum Verhängnis. Guwara flog aus der Startelf – und er sah seine Fehler ein. Der damalige FCK-Coach Strasser hat ihm viel erklärt. „Der Trainer hat viel mit mir geredet, hat mir Videos gezeigt, ich habe mir noch viele weitere Szenen angeschaut, um mich taktisch zu verbessern“, schildert Guwara. „Es waren schwere Wochen. Aber als ich eine neue Chance bekam, zu spielen, habe ich sie genutzt.“

    Die bittere 0:1-Schlappe gegen Sandhausen hat Torhüter Marius Müller am Sonntag nach dem Videostudium abgehakt. „Der Fokus liegt auf Darmstadt“, sagt der 24-Jährige. „Ich hätte, als ich im Sommer kam, die Namen im Kader sah, nie gedacht, dass wir gegen den Abstieg spielen“, gesteht der gute Torwart, der nach einem Jahr bei RB Leipzig auf Leihbasis zum FCK zurückkehrte. „Ich habe alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass das geklappt hat“, betont Müller, der sich total mit seinem Klub identifiziert. Wie es im Sommer weitergeht, weiß Müller noch nicht. „Um noch mal ausgeliehen zu werden, müsste ich in Leipzig verlängern. Ich weiß auch nicht, was Gerry Ehrmann mit seinen Nachkömmlingen plant. Jan-Ole Sievers scharrt mit den Hufen, dann Lennart Grill. Wir haben einige gute junge Torhüter im Verein“, weiß Müller.

    So spielen sie

    SV Darmstadt 98: Heuer Fernandes - Großkreutz, Brégerie, Höhn, Holland - Stark, Medojevic - Kempe, Jones - Ji - Platte – Es fehlt: Sulu (Gelbsperre)

    1. FC Kaiserslautern: Müller - Kessel, Callsen-Bracker, Vucur, Guwara - Mwene, Seufert, Moritz, Borrello - Andersson, Osawe

    Ersatz: Sievers, Ziegler, Abu Hanna, Fechner, Correia, Altintop, Shipnoski, Esmel, Müsel

    Es fehlen: Albaek (Aufbautraining nach Schambeinoperation), Halfar (Reha nach Hüftoperation), Jenssen (private Gründe), Modica (Muskelfaserriss), Przybylko (Reha nach Mittelfußverletzung), Spalvis (muskuläre Probleme)

    Schiedsrichterin: Steinhaus (Langenhagen)

    Hinrunde: 1:1.
    Quellen
      • Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung

Kommentare 5

  • Benutzer-Avatarbild
    Ich auch... Sehe ich aber dennoch als Kompliment an mit einem Bundesligatrainer verglichen zu werden. :D Daaaaaanke
  • Benutzer-Avatarbild
    Zum Glück geht es nicht darum,wer dir lieber wäre,sondern wer für diesen Job besser geeignet ist. Da traue ich dem Trainer doch mehr Erfahrung als dir zu.
  • Benutzer-Avatarbild
    Altintop im Sturmzentrum für Andersson wäre mit lieber...
  • Benutzer-Avatarbild
    Der Ausfall von Spalvis ist sehr bitter.Er spielt momentan eine Klasse besser als Andersson.Zudem ist er lauffreudiger und arbeitet besser nach hinten.Wenigstens spielt Osawe.Wir werden sehen wie er mit Andersson harmonisiert.Hoffe dass Spalvis in Aue…
  • Benutzer-Avatarbild
    Bitter, dass Spalvis ausfällt. Aber in der aktuellen Situation wäre Osawe schlimmer gewesen (das ich das mal sage..) Yamen kann dann jetzt auf links für Jenssen ran und vorne mit Andersson und Altintop als hängende Spitze