• FCK morgen in Darmstadt – Jenssen fehlt

    „Lilien“ gegen Rote Teufel zweiter Teil: Morgen (18.30 Uhr) steigt das Nachholspiel der abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten SV Darmstadt 98 und 1. FC Kaiserslautern. Es ist die Neuauflage der Partie, die vor vier Wochen wegen des medizinischen Notfalls ob der Herzrhythmusstörungen beim damaligen FCK-Trainer Jeff Strasser abgebrochen wurde.
    ​ Neben dem Rückstand in der Tabelle – vier Punkte auf den Zweitletzten Darmstadt, sechs Zähler auf den Drittletzten Fürth – plagen Schlusslicht FCK auch personelle Probleme. Mittelfeldspieler Ruben Jenssen fehlt in Darmstadt aus privaten Gründen. „Sein Kind ist seit zwei Tagen im Krankenhaus, daher habe ich ihn natürlich freigestellt“, begründet FCK-Cheftrainer Michael Frontzeck.

    Der 53-Jährige berichtete gestern zudem über muskuläre Probleme bei den Stürmern Osayamen Osawe (Wade) und Lukas Spalvis (Adduktoren). Ihr Einsatz sei „sehr fraglich“. Bei Defensivmann Marcel Correia, der am Freitag gegen Sandhausen kurz vor dem 0:1 am Unterarm verletzt wurde, sei ein Mitwirken in Darmstadt wohl möglich, meint Frontzeck, der im Mittelfeld wieder auf Kapitän Christoph Moritz setzen kann – die Gelbsperre ist verbüßt. Die 2170 direkt beim FCK erworbenen Karten für die erste Partie, alles Tickets für den Gäste-Fanblock, bleiben ohne Weiteres gültig. Die über Darmstadt 98 oder andere Verkaufsstellen bezogenen Karten mussten bis vorige Woche für das Nachholspiel am Mittwoch abgerufen werden. Das haben nicht alle Ticketinhaber getan, daher sind einige wenige Karten nun wieder im freien Verkauf. „Lilien“-Sprecher Jan Bergholz rechnet aber erneut mit einem ausverkauften Stadion am Böllenfalltor, also mit 17.468 Besuchern. Bei den „Lilien“ fehlt Kapitän und Abwehrchef Aytac Sulu morgen gelbgesperrt.

    Der Lauterer Linksverteidiger Leon Guwara hat in der vergangenen Saison 17 Bundesligapartien für den späteren Absteiger aus Südhessen bestritten – er kehrt mit gemischten Gefühlen zum zweiten Mal binnen vier Wochen ans „Bölle“ zurück.

    „Die Situation damals mit Jeff Strasser war für uns alle nicht einfach. Wir wollen auch für ihn das Spiel erfolgreich bestreiten“, sagt der 21-Jährige, der von Werder Bremen nun bis 30. Juni dieses Jahres an den FCK ausgeliehen ist. „Wir haben es ja im Januar in der ersten Halbzeit in Darmstadt gut gemacht, vor allem gegen Ende der ersten Hälfte. Und bevor das mit Jeff passiert ist, hatten wir auch ein ganz gutes Gefühl, was die zweite Halbzeit betrifft. Aber es ist klar, dass die Gesundheit vorgeht.“

    Über das Befinden des ehemaligen Cheftrainers, der von den Ärzten nun zumindest einige Wochen Pause verordnet bekommen hat, wurde und wird die Lauterer Mannschaft immer wieder von Strassers Nachfolger Michael Frontzeck und Sportdirektor Boris Notzon informiert. „Wir wissen, dass es ihm schon viel besser geht, das ist die Hauptsache, auch für seine Familie“, betont Guwara. Nun noch mal nach Darmstadt zu fahren, sei durchaus „ein komisches Gefühl, es war eine schlimme Situation vor allem für Jeff, aber auch für das ganze Trainerteam, die Betreuer und uns Spieler – aber wir müssen professionell damit umgehen“. Volle Konzentration auf die sportlich so wichtige Partie ist geboten, um die Neuauflage möglichst zu gewinnen. „Wir sind immer noch Letzter“, sagt Guwara, „wir müssen punkten, das wissen wir.“
    Quellen
      • Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung

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