• Mit dem zweiten Sieg in Folge schöpft Zweitliga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern immer mehr Hoffnung. FCK-Stürmer Osayamen Osawe setzt beim 3:1 gegen Kiel ein dickes Ausrufezeichen.
    Es wurde eine kleine, aber feine Party der Hoffnung am Freitagabend im Lauterer Fritz-Walter-Stadion. Nach einem spannenden, von beiden Mannschaften offen geführten Fußballspiel konnten sich die Spieler des Zweitliga-Letzten 1. FC Kaiserslautern nach dem 3:1 (2:1)-Erfolg über Holstein Kiel mit Fug und Recht von ihren Fans feiern lassen. Der zweite Sieg in Folge nach dem 2:1 zuvor bei Eintracht Braunschweig lässt die Lauterer aufholen, der Rückstand ist geschmolzen. Zwei Punkte sind es noch auf den Vorletzten Fürth. Auf Darmstadt, am Freitag 1:2-Verlierer beim VfL Bochum, auf Rang 16 hat der FCK vier Punkte Rückstand – das wichtige Nachholspiel bei den „Lilien“ steigt am 21. Februar.

    „Der FCK ist wieder da“, schallte es am Freitagabend um 20.16 Uhr extralaut aus der Westkurve. Da führten die Roten Teufel in einer höchst unterhaltsamen Partie gegen den spielstarken Tabellendritten aus Kiel kurz vor Schluss mit 3:1, der erst vierte Saisonsieg, der zweite zu Hause, war so gut wie eingefahren. Daran, dass der FCK wieder da ist, hat einer ganz entscheidenden Anteil, der sich nach der Winterpause gleichfalls zurückgemeldet hat: Auch Osayamen Osawe ist wieder da. Schon nach wenigen Sekunden heizte der Stürmer die ohnehin hörbar gute Stimmung in der Westkurve mit einem unwiderstehlichen Tempolauf mit Ball über die linke Außenbahn weiter an. Symptomatisch für den extrem schnellen, ob seiner vielen Abspielfehler aber umstrittenen 24-Jährigen, dass er auch in seiner ersten Szene gegen Kiel alles richtig machte, den Querpass jedoch nicht an den Mann brachte. Die Fans aber waren jetzt so richtig angestachelt – und Osawe auch. Nur ein paar Sekunden später machte es der in Nigeria geborene Engländer viel besser. Wieder war er über links durch, diesmal legte er den Ball perfekt zurück auf Brandon Borrello, der zum 1:0 traf (2.). „Das war wirklich ein befreiendes Gefühl“, sagte Osawe, der zum Mann des Abends wurde, rückblickend. „Er war nicht zu verteidigen“, meinte Kiels Trainer Markus Anfang.

    Holstein indes steckte nicht auf, kam nach Foul von Leon Guwara an Dominick Drexler zu einem Strafstoß. Den parierte Marius Müller (13.). „Das ist mit das beste Gefühl für einen Torwart“, sagte der Schlussmann. Mit dem von Christoph Moritz verwandelten Elfmeter zum 2:1 (45.) wurde Müllers Gefühl noch besser; Dominik Schmidt hatte Osawe zu Fall gebracht.

    Nach der Pause krönte Osawe seine Leistung mit seinem Tor zum 3:1 (51.). Dass er ein Ausrufezeichen setzen konnte, wie es Trainer Michael Frontzeck nannte, für den 53-Jährigen war es der zweite Sieg im zweiten Spiel, stimmte Osawe noch optimistischer, dass die Aufholjagd erfolgreich endet.

    „Wir können es schaffen“, sagte Osawe, „es ist unser Job, alles dafür zu tun. Dafür haben wir alle in der Winterpause hart gearbeitet, und jeder hilft dem anderen. Wir haben uns geschworen: Zumindest müssen wir am Ende alles dafür getan haben, es zu schaffen.“ Er selbst hat über Weihnachten zu Hause in England mit einem Privattrainer für sein Comeback geschuftet – beim 1:3 am 28. Oktober in Regensburg hatte er einen Zehenbruch erlitten. Nun hofft Osawe auf eine Fortsetzung der Aufholjagd am Freitag (18.30 Uhr) daheim gegen den SV Sandhausen. Da allerdings fehlt dem FCK Kapitän Moritz nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt.
    Quellen
      • Rheinpfalz am Sonntag

Kommentare 1

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    Fechner als einziger Abräumen vor der Abwehr... Und Correira anstelle von Vucur! Und Altintop im zentralen offensiven Mittelfeld... So würde mir das gefallen.