• Ruben Jenssen spielt auf Leihbasis bis Saisonende für den FCK – Baris Atik nicht mit im Trainingslager
    ​ Mit 24 Feldspielern und vier Torhütern fliegt Fußball-Zweitliga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern heute ins Trainingslager an die Costa del Sol. Mit im Flugzeug wird Ruben Jenssen (29) sitzen. Der Mittelfeldspieler kehrt auf Leihbasis bis Saisonende vom FC Groningen zurück zum FCK.

    Gelingt den Lauterern der Klassenverbleib, könnte Jenssens zweites Gastspiel in der Pfalz länger andauern: Der Leihvertrag enthält eine Kaufoption, die bei Abstieg allerdings nicht greift. Jenssens Verpflichtung ist der erste Winterzugang des FCK, Sportdirektor Boris Notzon und Trainer Jeff Strasser arbeiten an weiteren Transfers. Jenssen, ein zentral oder links einsetzbarer Mittelfeldspieler, ein Sympathieträger und tadelloser Sportsmann, war bereits von Juli 2013 bis 2016 ein Roter Teufel.

    Der 1,73 Meter große Norweger wechselte im Sommer 2016 ablösefrei nach Groningen. Damals gingen die Lauterer mit dem attraktiven Vertragsangebot des niederländischen Erstligisten für den ballsicheren Linksfuß nicht mit.

    In der laufenden Saison kam der 39-malige norwegische Nationalspieler an den bisher 18 Eredivisie-Spieltagen zwölfmal zum Einsatz, absolvierte 948 Minuten und lieferte drei Torvorlagen. „Ich hatte eigentlich nicht geplant, zu einem anderen Verein zu wechseln oder mich ausleihen zu lassen, aber Boris Notzon hat mich angerufen und sehr großes Interesse gezeigt“, lässt Jenssen wissen. „Ich habe dann mit dem Trainer gesprochen und mir seine Vorstellungen angehört, die mir sehr gut gefallen haben. Mit dem FCK den Klassenerhalt zu schaffen, diese Aufgabe hat mein Interesse geweckt.“

    Jenssens neue FCK-Mittelfeldkollegen Mads Albaek (Reha nach Schambein-OP) und Daniel Halfar (Hüftprobleme) fliegen nicht mit nach Spanien, wo die Lauterer Quartier in San Pedro de Alcantara bei Marbella beziehen. Auch Kreativspieler Baris Atik, der zuletzt nicht mehr in Strassers 18er-Kader war, ist nicht dabei. Über Atiks Zukunft stehen Gespräche an, zudem plagt er sich mit Magen-Darm-Problemen. Dafür sind die Nachwuchstorleute Lennart Grill (18) und Lorenz Otto (16) sowie Nino Miotke (19/Abwehr) aus der U23 und U19-Kapitän Paul Will (18/Abwehr/Mittelfeld) mit im Flieger.

    Auch Marcel Correia sprüht vor Tatendrang. Der 28 Jahre alte Abwehrspieler, im Sommer ablösefrei von Eintracht Braunschweig zurück zum FCK gewechselt, will es wissen. 2017 war für ihn wie für die Roten Teufel ein Seuchenjahr. Immer wieder wurde der gebürtige Lauterer von Verletzungen zurückgeworfen. „Endlich stehe ich jetzt morgens ohne Schmerzen auf“, sagt Correia, „ich bin selbst heiß darauf, hier endlich zu zeigen, was ich zu leisten imstande bin.“

    Sichtlich froh, wieder richtig dabei zu sein, ist auch Stürmer Kacper Przybylko. Auch er verkündete glücklich, erstmals seit seinem vor 20 Monaten erlittenen Mittelfußbruch und fünf größeren oder kleineren Eingriffen keine Schmerzen mehr zu verspüren, wenn er die Schuhe anzieht. Eine gewisse Aufbruchstimmung ist beim FCK trotz der misslichen Lage zu spüren. FCK-Trainer Jeff Strasser betont: „Es ist wichtig, positiv zu bleiben.“
    Quellen
      • Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung

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