• Marius Müller wird heute gegen den FC Ingolstadt ins Tor des Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern zurückkehren.

    Sein Vertreter Jan-Ole Sievers verschwendet an den folgenschweren Patzer von Heidenheim so wenige Gedanken wie möglich.
    ​ Fehler seien das Normalste der Welt, sagt Jeff Strasser. Jeder mache sie. Und manchmal sei es am besten, sich nicht mehr allzu lange damit aufzuhalten, sondern den Blick nach vorne zu richten. Genau dies wird der Cheftrainer des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern seinem Schlussmann Jan-Ole Sievers geraten haben, nachdem jener sich einen Freistoß von Marc Schnatterer ins eigene Netz gefaustet und dadurch die 2:3-Niederlage beim 1. FC Heidenheim besiegelt hatte.

    Ob Strasser oder Torwarttrainer Ehrmann ihrem Schützling die Anweisung erteilten, künftig immer eine Mauer zu postieren, ist nicht überliefert. Sievers selbst sagt, es in einem gleich gelagerten Fall wieder genauso zu handhaben, also auf einen das Tor schützenden Wall aus Mitspielern zu verzichten. „Es war weit draußen. 35, 40 Meter. Da bin ich der Meinung, dass man da keine Mauer braucht“, sagt er. „Auch im Nachhinein, nachdem ich es mir angeschaut habe, sehe ich das so.“ Doch wehe, der Ball geht rein. „Dann siehst du scheiße aus.“

    Vor Sievers war viel Verkehr, die Sicht eingeschränkt, der Ball („Ein Drecksball“) sackte am Ende seiner Flugbahn abrupt nach unten und flatterte leicht nach außen – halten musste Sievers den Schuss dennoch. Ein grober Bolzen, der Sievers (wie von Strasser empfohlen) nicht allzu lange beschäftigte: „Klar macht man sich Gedanken drüber, aber man kann ja nichts mehr dran ändern.“

    Natürlich hätte Sievers heute (ab 13.30 Uhr) gegen den FC Ingolstadt gerne gespielt und den Fauxpas mit einer tadellosen Leistung vergessen gemacht. Doch daraus wird wohl nichts. Marius Müller, in Heidenheim nach 23 Minuten mit einer Hüft- und Beckenprellung sowie muskulären Beschwerden ausgetauscht, begann am Donnerstag wieder mit dem Training und signalisiert Einsatzbereitschaft. „Abends auf der Couch merke ich schon, dass da alles zu war oder ist“, sagt Müller, „doch die Physios und ich haben alles gemacht, damit ich spielen kann, ich bin guter Dinge.“

    Für den 1. FC Kaiserslautern helfen nur noch Siege. Egal, ob die Gegner wie bis zur Weihnachtspause FC Ingolstadt oder 1. FC Nürnberg heißen und um den Aufstieg spielen. „Vielleicht hilft uns das ja“, sagt Müller in Bezug auf die Außenseiterrolle, „gegen Stuttgart hat auch keiner mit uns gerechnet, und zumindest in der ersten Hälfte haben wir es sehr gut gemacht.“ Der FCK führte im Pokal gegen den VfB 1:0, am Ende siegte der Bundesligist 3:1.

    Entscheidend ist nun, dass die Roten Teufel all die Enttäuschungen abstreifen. „An manchen Tagen merkt man es schon, dass wir nicht Erster sind, das ist doch normal“, sagt Jan-Ole Sievers, „es wird von Woche zu Woche ja auch nicht leichter. Wir versuchen immer, positiv zu bleiben, aber manchmal ist das schwierig.“ In die beiden nächsten Spiele gehe der FCK „nicht unbedingt als Favorit, aber wir müssen mal gewinnen, so viel ist klar“. Es ist nun wieder an Marius Müller, Gegentore zu verhindern. Und die Hoffnung am Leben zu erhalten.

    1. FC Kaiserslautern: Müller - Kessel, Vucur, Correia (Ziegler), Abu Hanna - Seufert, Moritz - Mwene, Shipnoski, Borrello - Andersson

    Ersatz: Sievers, Guwara, Atik, Fechner, Osei Kwadwo, Kastaneer, Müsel

    Es fehlen: Albaek (Schambein-OP), Halfar (Hüftprobleme), Modica (Knie verdreht), Osawe, Przybylko (beide Aufbautraining), Spalvis, Tomic (Rotsperren)


    FC Ingolstadt: Nyland - Levels, Matip, Wahl, Gaus - Träsch - Christiansen, Morales - Pledl, Kittel - Lezcano

    Es fehlen: Brégerie (muskuläre Probleme), Cohen (Gelbsperre)

    Schiedsrichter: Jöllenbeck (Müllheim).
    Quellen
      • Rheinpfalz am Sonntag

Kommentare 2

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    ich trau strasser zu,dass er andersson wieder vorne alleine verhungern lässt. wenn guwara keine chance bekommt,dann häte man ihn nicht auslehen müssen- abu hanna ist schon ne ganze weile überfordert.
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    Sorry, aber mich nervt das Geschwätz nur noch. Ich habe es auch nicht zu Ende gelesen.