• FCK heute in Heidenheim zu Gast bei der Mannschaft der Stunde
    ​ Das rettende Ufer ist noch in Sichtweite. Noch. Verliert der 1. FC Kaiserslautern auch heute (18.30 Uhr) beim acht Punkte besser gestellten 1. FC Heidenheim, geht der Anschluss womöglich schon verloren. Für den verletzten Daniel Halfar kehrt Manfred Osei Kwadwo nach ausgestandener Entzündung am Auge in den Kader zurück.

    „Heidenheim ist eine Mannschaft, die einen positiven Trend hat und zuletzt viel gepunktet hat“, sagt FCK-Trainer Jeff Strasser. Er mochte sich nach dem Abschlusstraining auf Schneeboden noch nicht festlegen, wer für Halfar in die Mannschaft rückt. Dass Nicklas Shipnoski nach seinem forschen Auftritt heute startet, würde nicht überraschen. Gino Fechner, zuletzt zweite Wahl und durch Nils Seufert ersetzt, zeigte im Training viel Biss und warf seine Zweikampfstärke in die Waagschale. Eine Option.

    Ob Strasser beim 4-4-2 bleibt oder wieder die Variante mit Fünferkette wählt? Benjamin Kessel, zuletzt Bankhalter, könnte eine Rolle für die Besetzung in der Innenverteidigung spielen, zumal Stipe Vucur Probleme mit einer Zehenverletzung hatte.

    Zehn Punkte aus den letzten vier Spielen, der 1. FC Heidenheim hat die Kurve gekriegt, wieder Land unter den Füßen. „In der Wirtschaft würde man sagen, der Turnaround ist geschafft. Aber das bedeutet ja nicht, dass jetzt alles klar ist. Am elften Spieltag waren wir an einem Tiefpunkt, haben ein paar Dinge intern und taktisch verändert“, sagt Trainer Frank Schmidt, der seit dem 18. September 2007 Trainer der Heidenheimer ist. 2014 führte der heute 43-Jährige den Klub von der Schwäbischen Alb in die Zweite Bundesliga. Die letzte Saison beschloss der Verein auf Platz sechs!

    Nach der 0:3-Schlappe an besagtem elften Spieltag in Ingolstadt herrschte Krisenstimmung rund um die Voith-Arena, die 15.000 überdachte Plätze zählt. Den Sieg im DFB-Pokalspiel in Regensburg folgte das überraschende 1:0 gegen den 1. FC Nürnberg, dann ein 2:2 nach 0:2 Rückstand beim damaligen Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf, ehe Heidenheim mit dem 4:3 gegen Union Schlagzeilen schrieb. „Dieses Jahr steht der FC Heidenheim für mehr Spektakel, das wollten wir ein stückweit auch so. Wir wissen aber, dass wir defensiv stabiler werden müssen“, betont Trainer Schmidt.

    Bei den taktischen Umstellungen ist für den Coach die Lösung mit zwei Sechsern bedeutungsvoller als die Variante mit zwei Spitzen, die zuletzt mit John Verhoek und Robert Glatzel aufging. „Für mich entscheidend ist der Teamgeist. Es müssen nicht zwei Spitzen sein – es ist eine Option und mehr als nur eine Wahrscheinlichkeit …“, betont Schmidt vor der Partie gegen den FCK.

    Die jüngsten Auftritte des ablösefrei aus Kaiserslautern gekommenen 23 Jahre alten Robert Glatzel stellen den Coach sehr zufrieden: „Seine Entwicklung ist sehr positiv. Er hat schon in der Vorbereitung gezeigt, dass er in der Box präsent und gefährlich ist. Er besitzt für seine Größe auch eine gute Technik, zeigt auch, dass er sich taktisch weiterentwickelt hat. Er ist der erste Verteidiger.“

    Das Thema Spektakel ist untrennbar mit einem Namen verbunden: Marc Schnatterer (32) – der Kapitän, der Kunst- und Scharfschütze. „Ohne den geht es nicht! Seine Standards sind überragend. Er ist jetzt wieder in der Form, die ihn zu einem Top-Mittelfeldspieler dieser Liga macht“, schwärmt Frank Schmidt. Wie Glatzel und Verhoek hat auch Schnatterer vier Tore auf dem Konto.

    „Jeder erwartet einen Sieg. Aber wir wissen, in dieser Zweiten Liga liegen Chance und Risiko eng beieinander“, mahnt Frank Schmidt vor der Partie gegen den Tabellenletzten, den er letzten Sonntag vor Ort beim 0:2 gegen Arminia Bielefeld untergehen sah. „Lautern ist in der Situation wie wir vor einigen Wochen“, sagt der FCH-Trainer.
    So spielen sie

    1. FC Heidenheim: Müller - Strauß, Wittek, Beermann, Feick - Theuerkauf, Titsch-Rivero - Schnatterer, Thiel - Verhoek, Glatzel – Es fehlt: Griesbeck (Sprunggelenkverletzung)

    1. FC Kaiserslautern: Müller - Mwene, Kessel, Vucur (Ziegler), Abu Hanna - Shipnoski, Fechner (Seufert), Moritz, Borrello - Spalvis, Andersson

    Ersatz: Sievers, Guwara, Atik, Osei Kwadwo, Müsel

    Es fehlen: Albaek (Schambeinoperation), Correia (Sprunggelenkverletzung), Halfar (Hüftverletzung), Modica (Knieverletzung), Osawe (Zehenbruch), Przybylko (Aufbautraining)

    Schiedsrichter: Rohde (Rostock).
    Quellen
      • Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung

Kommentare 9

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    Ja so wird's wohl sein. Gegen die beiden aufstiegskansidaten sehe ich auch schwarz. Spalvis dazu gesperrt. Hätte nicht gedacht dass sich im Winter schon so eine berechtigte Ernüchterung breit macht. Dass wir so abgeschlagen sind im Winter, denke damit…
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    Sehe ich genauso. Trotzdem habe ich so langsam Zweifel ob wir überhaupt am Ende 20 Punkte holen. Um noch eine kleine Chance zu haben, müssten die nächsten zwei Heimspiele gewonnen werden und ehrlicherweise glaube ich nicht daran, dass wir etwas gegen…
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    Wieso? Heidenheim wäre doch heute schlagbar gewesen,ohne diese individuellen fehler.
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    Zitat von Klabuster_Kaputtnik: „Bei aller Liebe,Heidenheim ist nicht Barcelona oder Real Madrid.Das stößt mir ziemlich sauer auf,daß der einst so ruhmreiche FCK sich jetzt schon vor Heidenheim in die Hosen scheißt.“ Du hast die letzten Spiele…
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    Zitat von Klabuster_Kaputtnik: „Jede Serie geht irgendwann zu Ende. Auch die von Heidenheim. Warum nicht vielleicht schon heute?Jeder ist am jammern,daß dort nix zu holen ist. Bei aller Liebe,Heidenheim ist nicht Barcelona oder Real Madrid.Das stößt…