• FCK heute in Dresden – Nils Seufert auf gutem Weg – Kapitän Daniel Halfar wieder an Bord

    Sieben Auswärtsspiele, ein Punkt, 3:17 Tore – die trostlose Bilanz macht nicht eben Mut für die Dienstreise des Zweitliga-Schlusslichts 1. FC Kaiserslautern nach Dresden. Dynamo erwartet heute (20.30 Uhr) 27.000 Zuschauer im DDV-Stadion.
    ​ Gestern Nachmittag ist das FCK-Team ab Frankfurt nach Dresden geflogen. Der 19-köpfige Kader muss heute noch um einen Spieler reduziert werden. Kurzfristig ausgefallen ist Baris Atik, der sich gestern vor dem Training mit einer Grippe abmeldete. Wieder an Bord ist Daniel Halfar. Der Kapitän führt die Mannschaft heute wohl auch an. „Er ist ein Führungsspieler, er ist variabel einsetzbar“, sagt Trainer Jeff Strasser.

    Auf einen heißen Tanz im Hexenkessel eingestellt ist Nils Seufert. Der 20-Jährige hat sich durch seine starke Vorstellung im DFB-Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart in die Mannschaft gekämpft und Gino Fechner zunächst verdrängt. Dass drei Tage nach dem guten Auftritt des FCK das Desaster in Regensburg folgte, sieht der Mittelfeldspieler, der vor sechseinhalb Jahren vom SV Waldhof in den Lauterer Talentschuppen kam, verarbeitet. „Das hat man im Spiel gegen Bochum ja gesehen. Wir hätten aus den Chancen halt das Tor machen müssen“, singt auch Seufert das Klagelied über die fast schon chronische Torflaute.

    Das Talent zeichnete sich bei seinen Einsätzen durch Zweikampfstärke aus, bewies Ruhe am Ball und versuchte, den entscheidenden Pass in die Gasse zu liefern. „Wir müssen nach vorne spielen, wir müssen Tore schießen“, sagt Seufert. Die Trainingstage in der Länderspielpause sieht er „sehr intensiv“ genutzt: „Wir haben intensiv trainiert, hatten viele Einheiten, in denen es gut zur Sache ging.“ Die Stimmung in der Mannschaft ist nach Seuferts Einschätzung trotz der trüben Situation recht gut. „Man merkt natürlich, dass von außen sehr viel Druck kommt“, sagt der begabte Mittelfeldakteur.

    Dass der Trainer die Mannschaft nach der Blamage von Regensburg minutenlang vor dem Lauterer Fanblock stehen ließ, wo böse Schimpfkanonaden auf die Profis niedergingen, hat Seufert akzeptiert. „Nicht angenehm, nicht schön, aber man kann die Reaktion, den Unmut der Fans verstehen“, sagt das Eigengewächs. Seufert weiß, dass heute in Dresden ein heißer Tanz auf die Mannschaft wartet. „Wir dürfen nicht ängstlich sein, wir dürfen nicht verkrampfen, wir müssen dagegenhalten“, sagt der 1,79 Meter große Jung-Profi, der sich über die U23 in den Kader der Zweitliga-Truppe spielte.

    „Wir haben sehr viele junge Spieler im Kader, die man versuchen muss zu formen“, sagt Trainer Strasser, dessen Vertrauen Seufert spürt. „Bei den Jungen ist auch eine gewisse Unbekümmertheit da“, sagt der Coach.

    „Vor uns liegt ein enorm wichtiges Spiel, das wir mit aller Macht gewinnen wollen. Aber es wird richtig schwer und vor allem eine Kopfsache“, sagte Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus am Freitag bei der Spieltagspressekonferenz. Ein wichtiges Signal für den Drittletzten ist die Rückkehr von Marco Hartmann. Am Mittwoch ist Dynamos Kapitän nach auskuriertem Muskelfaserriss wieder ins Training eingestiegen. „Ich bin optimistisch, dass ich am Montag dabei sein kann“, sagt der Mittelfeldmotor.

    So spielen sie

    Dynamo Dresden: Schwäbe - Seguin, Jannick Müller, Ballas, Fabian Müller - Hartmann - Kreuzer, Lambertz, Hauptmann, Duljevic - Mlapa

    Es fehlen: Aosman, Konrad (beide Muskelfaserriss), Gonther, Testroet (beide Reha), Heise (gesperrt)


    1. FC Kaiserslautern: Müller - Mwene, Kessel, Vucur, Ziegler, Abu Hanna (Guwara) - Seufert, Moritz - Borrello, Halfar - Andersson

    Ersatz: Sievers, Modica, Fechner, Osei Kwadwo, Shipnoski, Müsel, Spalvis

    Es fehlen: Albaek (Schambeinblessur), Atik (Grippe), Correia (Aufbautraining), Osawe (Zehenbruch), Przybylko (Mittelfußverletzung)

    Schiedsrichter: Reichel (Stuttgart).
    Quellen
      • Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung

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