• Der Australier Brandon Borrello macht beim FCK Fortschritte – Personallage vor dem Gang nach Dresden leicht verbessert
    ​ Endspiel, Klappe die Nächste: Am Montag (20.30 Uhr) gastiert Fußball-Zweitliga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern bei Dynamo Dresden. Der Überlebenskampf im Hexenkessel!„Die Verletztensituation hat sich verbessert“, sagt Trainer Jeff Strasser, als er das Bulletin verkündet: Marcel Correia ist noch in der Reha, der Heimkehrer, als Säule der Abwehr eingeplant, wird kommende Woche zurück im Mannschaftstraining erwartet. Mads Albaek, der die Mannschaft aus der Mittelfeldzentrale heraus steuern und führen sollte, wird definitiv operiert, um die Schambeinprobleme zu kurieren. Sein Comeback ist ebenso ungewiss wie das von Kacper Przybylko. Das Ende seiner schier unendlichen Leidensgeschichte seit dem Mittelfußknochenbruch im Frühjahr 2016 ist nicht abzusehen. Osayamen Osawe, der beim Waterloo in Regensburg einen Zehenbruch erlitten hat, fehlt weiter. Aber Benjamin Kessel, der Kämpfer, auserkoren, als Hintermann von Phillipp Mwene die rechte Flanke dichtzumachen, Joel Abu Hanna, der links verteidigen kann, und Daniel Halfar „trainieren wieder normal“, informiert Strasser. Ob Kapitän Halfar die Mannschaft am Montag auf den Rasen führt, ist offen.

    „Die Mannschaft ist fokussiert“, attestiert der Coach, bestrebt, angesichts der trüben Tabellensituation „einen gewissen Druck wegzunehmen“. „Im Fußball gehört auch Spaß dazu“, sagt Strasser. Spaß hat nach seinem schweren Start in der neuen Heimat auch Brandon Borrello, der beim 0:0 gegen den VfL Bochum als Rechtsaußen und rechts in der Abwehrkette überzeugte. „Es war schwierig anfangs. Aber die Jungs haben mir geholfen – und ich versuche, die Sprache zu lernen. Es ist hart, zu sprechen – mit meinem Akzent ...“, sagt der 22-jährige Australier. Er tat sich schwer in den ersten Wochen, spielte unter Norbert Meier nur eine Statistenrolle. Borrello ist ein Gewinner des Trainerwechsels. Für Borrello ist alles anders, alles besser geworden seit Jeff Strasser Norbert Meier ablöste, seit „Skippy“ zeigen kann, warum ihn FCK-Scout Olaf Marschall empfohlen hat: „Der neue Trainer ist viel positiver, es gibt mehr Kommunikation. Die Atmosphäre ist besser. Der Trainer hat einen klaren Plan, es ist alles intensiver, alle kommen gerne zum Training, geben 100 Prozent.“

    „Ich hab’ ihm nichts bezahlt“, sagt Jeff Strasser lächelnd, als er Borrellos Aussagen vernimmt. Der Turbo hat ihn im Training und bei seinen Einsätzen überzeugt. „Vom Naturell ist Brandon ein positiver Mensch – sowohl im Training als auch im Spiel. Er gibt immer 100 Prozent. Er hat seine Qualitäten im Eins zu Eins, ist in verschiedenen Positionen einsetzbar, er ist taktisch gut geschult“, betont der Coach.

    Auf eine heiße Dienstreise hat Strasser die Mannschaft eingestellt. „Ein schweres Spiel mit hitziger Atmosphäre“, erwartet der Trainer. Die neu erlangte Kompaktheit, die seine Mannschaft gegen Bochum demonstrierte, müsse sie auch gegen die spielstarke Dynamo-Elf auf den Platz bringen. Klar: Die Sachsen, seit 1. Juli 2015 von Uwe Neuhaus trainiert, sehen die Partie als Sechs-Punkte-Spiel. Nach den Abgängen von Torjäger Stefan Kutschke, Akaki Gogia und Marvin Stefaniak sind auch sie in den Abstiegskampf verwickelt.

    „Wir müssen in Dresden gewinnen – das ist ein einfacher Satz“, sagt Brandon Borrello auf Deutsch. Er lernt dazu – auf dem Platz und beim Sprachunterricht.
    Quellen
      • Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung

Kommentare 8

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    Und vieles von dem was du nennst lässt sich als so genannte "Außendarstellung" zusammenfassen, ergo Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Und die hat - fasst man die gängigen Auftritte zusammen - wenig mit Professionalität und den dafür notwendigen…
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    Dieses Pardon "eierlose" runterdreschen von Phrasen hat uns mit Sicherheit neben den "Nichtleistungen" auf dem Platz zu einem guten Teil in die jetzige Situation geführt. Egal wer da sitzt, egal wen du fragst, die Antwort kennt man schon spätestens…
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    @canelon Das ist doch aber nichts neues. Geben die Spieler oder Funktionäre Interwies werden Sir für das Gesagte verrissen. Geben Sie keine, werden Sie kritisiert, weil Sie eben nichts sagen. So lange der Erfolg da ist schert sich keine Sau um das,…
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    Und nahezu jeder würde motzen, wenn es die naturgemäßen Pressekonferenzen vor den Spielen nicht mehr geben würde. Ganz zu schweigen, dass das eine Bankrotterklärung in Sachen Öffentlichkeitsarbeit wäre. Man muss den Worten ja keinen Glauben
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    Der Verein muss doch merken das diese Aussagen grundsätzlich immer nach hinten los gehen, also muss da einen Riegel vorschieben.