• Reinhard Stumpf im Exklusivgespräch mit Sport1 über die damalige Zeit als Cheftrainer
    Zwischen Oktober 2000 und Sommer 2002 gab es ein Novum in der 1. Bundesliga: Beim 1. FC Kaiserslautern saß ein (nahezu) gleichberechtigtes Trainergespann auf der Bank. Reinhard Stumpf und Andreas Brehme leiteten in dieser Zeit die Geschicke der Roten Teufel.

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    Doch Stumpf ahnte schon damals: "Wenn zwei gleichberechtigte Personen am Ruder sind, gibt es zwangsläufig Konflikte." Er kämpfte mit einem Problem: "Meine Gedankengänge deckten sich nicht immer mit denen von Andreas." Der neue Teammanager hatte sich allerdings vertraglich zusichern lassen, das letzte Wort in Aufstellungsentscheidungen zu haben.

    Und so sei es nicht selten vorgekommen, dass das Duo vor dem jeweiligen Spieltag zusammengesessen habe und Brehme den Plan seines Gegenübers umschmiss. Spieler, die die Woche über in der A-Mannschaft standen, flogen mit fadenscheinigen Begründungen aus dem Team. "'Du weißt ja, der Druck von außen'", sei ein Erklärungsversuch seines Teammanagers gewesen, so Stumpf: "Manchmal nur, weil der Spieler, den er wollte, einen größeren Namen hatte. Für mich war das noch nie das Wichtigste. Für mich waren und sind Trainingseindrücke entscheidend und die systematische und personelle Einstellung auf den Gegner."

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