• FCK kommt nicht über ein 0:0 gegen den VfL Bochum hinaus – Shipnoski scheitert an der Torlatte – Kastaneer ein Rätsel

    7:2 Chancen, 7:1 Ecken – aber unterm Strich steht nur ein 0:0. Zu wenig für Zweitliga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern gegen den VfL Bochum, der lange sehr passiv agierte, erst in der Nachspielzeit versuchte, den entscheidenden Konter zu fahren. Da „löschten“ Christoph Moritz und Stipe Vucur aber entschlossen gegen Felix Bastians und Johannes Wurtz.
    Benjamin Kessel zurück in der Mannschaft, Leon Guwara, der 0:1-Verursacher von Regensburg, auf der Tribüne, Brandon Borrello mit seinem Startelfdebüt – so gingen die Roten Teufel im ziemlich entvölkerten Fritz-Walter-Stadion in die Partie.

    „Wir sind ein bisschen unter uns ...“, sagte Stadionsprecher Horst Schömbs und setzte auf den Schulterschluss der Treuesten der Treuen mit der Mannschaft. Brandon Borrello startete gut, beflügelte auf der rechten Außenbahn den FCK im Zusammenwirken mit Phillipp Mwene. Die ersten beiden Schüsse feuerte der Australier ab, verfehlte aber kurz hintereinander zweimal knapp das Tor (16.).

    Die erste Chance der Partie hatte der VfL bei einem Konter, als Dimitris Diamantakos schneller als Stipe Vucur war und Thomas Eisfeld ins Spiel brachte, der allerdings an Marius Müller scheiterte (7.).

    Der FCK baute an der Mittellinie einen ersten Auffangwall für die gegnerischen Angreifer auf, sporadisch liefen Borrello, Sebastian Andersson und Manfred Osei Kwadwo die Bochumer Aufbauspieler an. Innerhalb von zwei Minuten kam der FCK zu vier Ecken, Kessel vergab eine große Chance (25.). Vier Minuten später servierte Mwene eine perfekte Flanke, Nils Seufert verfehlte, und Joel Abu Hanna scheiterte mit seinem Kopfball aus fünf Metern an Torhüter Manuel Riemann. Kurz vor dem Pausenpfiff flog Mwenes Drehschuss knapp am Torgiebel vorbei. Es war erkennbar, dass die Lauterer mit viel Respekt vor den gefürchteten Bochumer Kontern versuchten, tief zu stehen, die eigene Hälfte abzuschirmen, das Zentrum abzudichten. Das gelang, aber so fehlte der Offensive auch das Zubrot, zumal Osei Kwadwo nach einem öffnenden Moritz-Pass eine Flanke ins Niemandsland segeln ließ, eine freie Kopfballchance vermasselte. „Manni muss das Tor machen“, haderte FCK-Trainer Jeff Strasser.

    Für den verletzten Abu Hanna kam Nicklas Shipnoski, der nach einem tollen Solo aus 25 Metern am Lattenkreuz scheiterte. „Das passt zur Situation“, sagte der gut aufspielende Flügelstürmer. „Wir müssen in der ersten Halbzeit die zwei hundertprozentigen Chancen nutzen, dann gewinnen wir das Spiel“, sagte der umtriebige Mwene, der erst rechts, dann links gut verteidigte. Bemerkenswert die Leistung Borrellos, der als Flügelstürmer und als rechter Verteidiger richtig gut spielte. „Ein Punkt ist zu wenig! Wir hatten so viele Chancen“, klagte Borrello, froh, dass er erstmals starten durfte.

    Wieder im Kader war Gervane Kastaneer, der Osei Kwadwo nach 66 Minuten ablöste. Ein Flop, Kastaneer war ein Totalausfall, der FCK spielte zu zehnt. Auch für Trainer Jeff Strasser scheint der niederländische U21-Nationalspieler ein Rätsel zu sein. „Irgendwann“, sagte Strasser nach der Partie, „muss ein Spieler seine Chancen nutzen. Ansonsten bekommt er keine mehr.“

    Der FCK hängt im Keller der Tabelle fest. Sieben Punkte, letzter Platz – der Druck ist durch das gestrige 0:0 nicht kleiner geworden. „Wir sind enttäuscht. Wir müssen es halt einfach mal schaffen, in einer guten Phase den Killerinstinkt zu entwickeln und ein, zwei Chancen wegzumachen“, sagte Benjamin Kessel: „Klar müssen wir wieder das Gute mitnehmen, das ist ganz logisch. Aber ich hätte lieber ein Scheiß-Spiel abgeliefert und drei Punkte mitgenommen. Das ist jetzt das, worauf es langsam mal ankommt – dass wir punkten.“



    So spielten sie

    1. FC Kaiserslautern: Müller - Mwene, Kessel (71. Müsel), Vucur, Ziegler, Abu Hanna (53. Shipnoski) - Borrello, Seufert, Moritz, Osei Kwadwo (66. Kastaneer) - Andersson

    VfL Bochum: Riemann - Gyamerah, Losilla, Bastians, Leitsch (46. Soares) - Hemmerich (79. Gündüz), Celozzi - Saglam, Wurtz, Eisfeld (66. Janelt) - Diamantakos

    Gelbe Karten: Moritz(3), Borrello, Seufert - Celozzi (2), Losilla (2), Diamantakos

    Beste Spieler: Borrello, Mwene, Vucur - Bastians, Losilla

    Zuschauer: 19.086

    Schiedsrichter: Sather (Grimma)
    Quellen
      • Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung

Kommentare 7

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    Kastaneer ist ein sehr junger Spieler, auch wenn er noch nicht die Leistung erbringt die man von ihm erwartet wäre es ein Fehler ihm gar keine Spielzeit zu geben. ​Wir sind halt in einer Scheißlage, das ist das Manko!
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    er bringt ihn in der Hoffnung dass er Leistung zeigt, und weil niemand anderes da ist. ​Die beiden Zwerge im Mittelfeld helfen allerdings auch nicht wirklich weiter , keine brauchbare Flanke in 90min...Borello hat etwas Wirbel erzeugt, ihn sollte man…
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    Habe vor dem Spiel schon gesagt dass Kastaneer im Kader nix zu suchen hat.Verstehe auch nicht warum Spalvis nicht gebracht wird hat ja immerhin ein Tor zuletzt gemacht und ist meiner Meinung nach momentan mit Andersson der einzige Stürmer der zu…
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    Kanns auch nicht verstehen, wieso er ihn immer wieder bringt. Denke aber, dies war vorläufig sein letzter Einsatz.
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    Zitat von Rénebetze: „Ab der 66. Minute haben wir nur noch mit 10 Mann gespielt.“ das sind die sachen die mich an strasser stören kastaneer hat genau wie modica nix im kader verloren.scheinbar hofft er auf besserung,bis es zu spät ist