• FCK will heute gegen den VfL Bochum die Wende erkämpfen

    Wenn nicht jetzt, wann dann? Platz 18. Sechs Punkte nach zwölf Spieltagen. Die Alarmglocken läuten Sturm: Wenn der 1. FC Kaiserslautern heute (18.30 Uhr) auf den acht Punkt besser gestellten Liga-Dreizehnten VfL Bochum trifft, spielt das Muss mit.
    Die personellen Alternativen des Trainers sind begrenzt. Mit Mads Albaek, Baris Atik, Marcel Correia, Daniel Halfar und Kacper Przybylko fehlen fünf potenzielle Stammspieler, dazu mit Osayamen Osawe eins der vielen ungelösten Rätsel im Kader. Da ist Potenzial! Aber das hat der 24-Jährige in dieser Spielzeit bisher fast komplett verleugnet. Jetzt fällt der Stürmer mit einem Zehenbruch wochenlang aus.

    Trainer Jeff Strasser hofft heute Abend auf die Rückkehr von Benjamin Kessel in die Mannschaft. Beim Desaster in Regensburg fehlte der Offensivverteidiger wegen einer Oberschenkelverletzung. Gestern absolviert der 30-Jährige das Abschlusstraining und zählt zum 19-Mann-Kader, der am Abend Quartier im Seehotel Gelterswoog bezog, und heute auf 18 Spieler reduziert werden muss.

    Als „relativ turbulent“ beschreibt Christoph Moritz die nicht einfachen Tage nach der Schmach von Regensburg. „Samstags tat es richtig weh, sonntags auch – montags ging es auf den Platz, es muss ja weiter gehen“, schildert der Kapitän das Szenario am Liga-Abgrund: „Video gehört dazu, dass man auch die Sachen sieht, die man falsch gemacht hat. Da gehört es auch dazu, dass es lauter wird.“

    Der Auftritt von Regensburg? Auch Moritz hat keine Erklärung für die Nicht-Leistung. Mit dem 1:3 war die Mannschaft angesichts der 23 Torschüsse des Jahn ja noch gut bedient. „Regensburg war frischer. Wir hatten keine Ruhe bei Ballbesitz, die Kompaktheit fehlte“, sagt Moritz beim Blick zurück. „Der schlimmste Vorwurf an einen Fußballer ist, dass er nicht kämpft, nicht läuft. Ich glaube, dass war bei keinem der Fall“, sagt der Kapitän, der sich zum Inhalt des offenen Briefs an die Fans bekennt, aber auch weiß, dass den Worten heute unbedingt Taten folgen müssen. Der Rasen muss glühen. „Fußball ist ein Spaßspiel. Gerade in den Phasen, wie wir sie jetzt erleben, muss das im letzten Drittel kommen. Ich habe ja letzte Saison schon gesagt: Mit kämpfen, kratzen, rennen, beißen kann die Null stehen. Aber um Tore zu schießen, musst du Fußball spielen.“

    Gut aufgehoben sieht Moritz die Mannschaft beim neuen Trainer: „Du hast immer einen Anker, den dir das Trainerteam mit ins Spiel gibt.“

    „Vom Kader her hat Bochum viel Qualität“, sagt Jeff Strasser. Er sieht eine Mannschaft kommen, „die sehr geduldig im Aufbauspiel ist, viel Ballbesitz hat und versucht den Gegner zu locken“. Für seine Mannschaft war nach Regensburg eine knallharte Analyse angesagt: „Man muss, bevor man sie aufbaut, richtig analysieren, man muss härter analysieren.“

    Beim Training nimmt Strasser eine Mannschaft wahr, die will. Gervane Kastaneer, in den ersten drei Pflichtspielen unter Strasser in der Startelf, war zuletzt außen vor. Phasenweise sah der Coach Klasse: „Er konnte das aber nicht hundertprozentig ausspielen. Wir bauen aber auf ihn, versuchen in individuellen Gesprächen seine Stärken anzusprechen.“ Die Bremse im Kopf soll so gelöst werden.

    So spielen sie

    1. FC Kaiserslautern: Müller - Kessel, Vucur, Abu Hanna - Mwene, Seufert, Guwara - Osei Kwadwo, Moritz, Kastaneer - Andersson

    Ersatz: Sievers, Ziegler, Modica, Fechner, Borrello, Shipnoski, Müsel, Spalvis

    Es fehlen: Albaek (Schambeinproblematik), Atik (OP nach Nasenbeinbruch), Correia (Sprunggelenkverletzung), Halfar (Hüftprobleme), Osawe (Zehenbruch), Przybylko (Mittelfußverletzung)


    VfL Bochum: Riemann - Gyamerah, Losilla, Bastians, Leitsch - Hemmerich, Celozzi, Eisfeld - Stöger - Diamantakos, Bandowski

    Es fehlen: Hinterseer (Gelb-Rot-Sperre), Hoogland (Aufbautraining), Kruse (Knieverletzung), Perthel (Reha), Sam (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich)

    Schiedsrichter: Sather (Grimma).
    Quellen
      • Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung

Kommentare 5

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    Illicevic 2.0. Aber wir wissen es nicht genau, deswegen sollte man nicht allzu schnell urteilen. Ins Bild passen würde es aber allemal
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    Vielleicht ist Osawe ein Glas auf den Zeh gefallen?
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    Osawe, Zehenbruch, wochenlanger Ausfall. Nach Notzons Aussage neulich und Osawes krasser Arbeitsverweigerung klingt das beinahe schon wie ein kluger PR-Gag.
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    Kastaneer hat es nicht verdient aufgestellt zu werden.Osawe ist überhaupt kein Verlust.Was hat Borrello eigentlich verbrochen dass er nicht spielen darf?Bei ihm hat man doch sehr gute Ansätze gesehen.
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    1. FC Kaiserslautern: Müller - Kessel, Vucur, Abu Hanna - Mwene, Seufert, Guwara - Osei Kwadwo, Moritz, Kastaneer - Andersson Diese Aufstellung hört sich verdammt schlecht an... Man kann nur auf das Unmögliche hoffen.