• Marius Müller will dem FCK mit Top-Leistungen für die Rückholaktion danken – Morgen kommen die „Zebras“

    Kaiserslautern. Nach vier Punkten aus den letzten zwei Spielen hat der 1. FC Kaiserslautern den Blinker Richtung Überholspur gesetzt: Das Zweitliga-Schlusslicht (sechs Punkte; Tordifferenz minus 11) trifft morgen (13.30 Uhr) im Fritz-Walter-Stadion auf den drei Punkte besser gestellten MSV Duisburg (Tordifferenz minus sechs).
    ​ Der FCK muss morgen neben Mads Albaek, der wegen einer Schambeinerkrankung weiter pausiert, und Kacper Przybylko (Mittelfußverletzung) nun doch auch weiterhin auf Daniel Halfar verzichten. Von Achillessehnenproblemen kuriert, zog sich der Kapitän am Donnerstag im Training eine Hüftverletzung zu.

    „Wir nehmen den MSV Duisburg wie jeden Gegner sehr ernst“, sagt FCK-Coach Jeff Strasser, der weiß, dass die „Zebras“ gern auf fremder Koppel grasen und seine Jungs gewarnt sieht: „Sieben von neun Punkten haben sie auswärts geholt …

    “Dass die Lauterer beim FC St. Pauli nach dem Rückstand noch gepunktet haben, wertet Torhüter Marius Müller als Beweis „guter Moral“. Die Bedeutung der Partie gegen den MSV will keiner kleinreden. Auch wenn Marius Müller sagt: „Am Wochenende steigt keiner auf und keiner ab.“ Aber nach „zwei guten Wochen“ mit vier Punkten aus den beiden Spielen unter Strassers Regie und „einer sehr guten Trainingswoche“ zeigt sich der 24-Jährige sehr zuversichtlich.

    Der Trainer sieht die besondere Motivation darin, morgen mit dem MSV nach Punkten gleichziehen zu können. Die kommenden Wochen mit Spielen gegen Mitkonkurrenten am Ligaabgrund – erst Duisburg, nächsten Samstag bei Jahn Regensburg, am 3. November gegen den VfL Bochum, am 20. November bei Dynamo Dresden, am 1. Dezember beim 1. FC Heidenheim – sieht Strasser als „richtungsweisend“ an. „Man muss die Möglichkeiten gegen direkte Konkurrenten nutzen und dadurch die Tabellenplätze tauschen.“ Nach einem Jahr bei RB Leipzig, wo er ohne Pflichtspieleinsatz blieb, kehrte Marius Müller auf Leihbasis zum FCK zurück. Der Start ging in die Hose. Vor dem Auftaktspiel beim 1. FC Nürnberg sah sich Müller mit einer Hassbotschaft aus der eigenen Fankurve konfrontiert, verschuldete beim 0:3 die beiden ersten Gegentore. Müller erfuhr aber schon unmittelbar nach dem Abpfiff der Partie beim „Club“ und in der folgenden Woche viel Zuspruch aus dem Umfeld und der eigenen Mannschaft und spielt seither sehr gut. „Ein Start, den sich keiner so gewünscht hat, ich am wenigsten. Aber es hat mich menschlich weitergebracht“, sagt Müller. Sein Trainer schätzt ihn als Leitfigur. Dem Coach ist wichtig, sich auf das Kommende zu konzentrieren, nicht an dem aufzuhalten, was vorbei ist. „Marius ist als Mensch größer geworden – als Torwart sowieso“, rühmt Jeff Strasser die Qualitäten seiner Nummer 1, die die Rückennummer 24 trägt. „Einen permanenten Antreiber, sowohl durch seine Körpersprache, als auch durch seine Spielweise“ sieht der Trainer im Schlussmann.

    Strasser gefällt die Professionalität, die Einstellung Müllers, „die Verbissenheit in jedem Training“: „Er hat diese Siegermentalität. Er hasst es, zu verlieren.“ Überdies mache Kollege Jan-Ole Sievers richtig Druck im Training.

    „Ich bin froh, dass ich beim FCK bin und identifiziere mich zu 100 Prozent damit“, betont Müller, der kein Problem mit seinem Leihspieler-Status hat. Er ist heimgekehrt zu „seinem“ Verein, für den er schon von 2003 bis 2016 spielte: „Ich bin froh, dass ich hier bin und ich spielen darf. Ich bin dankbar dafür und möchte das mit Top-Leistungen zurückzahlen.“ Das Herz spielt mit!
    Quellen
      • Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung

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