• In der Schweden-Galerie ist noch Platz – Sebastian Andersson lässt den FCK hoffen

    Im FCK-Museum gibt es einen Schaukasten mit den Schweden, die das FCK-Trikot trugen: Noch ist es für Sebastian Andersson ein weiter Weg zur Museumsreife. Trifft er aber weiter so, entwickelt sich der Stürmer so, wie das Sportdirektor Boris Notzon erwartet, dann wird der 26-Jährige eines fernen Tages auch einen Platz in der Galerie finden, die Ronnie Hellström, Roland Sandberg, Benny Wendt und Torbjörn Nilsson als herausragende Importe zieren.
    ​ „Es war ein schwieriger Start für mich“, sagt Sebastian Andersson, der im Sommerschlussverkauf von IFK Norrköping kam. Über 700.000 Euro Ablöse sollen geflossen sein. Am fünften Spieltag in Kiel gab der Schwede sein Debüt. Durchwachsen war’s . Das 0:1 löste er mit einem schlampigen Ballverlust aus, sorgte aber auch für den Ausgleich, in letzter Sekunde verlor der FCK durch ein halbes Eigentor Vucurs 1:2. Die Lauterer Mannschaft war am Nerv getroffen.

    „Er ist unser erster Verteidiger. Aber er ist auch unser erster Angreifer“, skizziert Trainer Jeff Strasser die Rolle des Schweden – es ist eine Hauptrolle. 1,90 Meter groß, 85 Kilo schwer – Andersson geht mit viel Wucht zur Sache. Beim 1:1 am Hamburger Millerntor gegen den FC St. Pauli machte er sein fünftes Tor im sechsten Einsatz. „Es macht Spaß“, sagt Andersson, der eine starke Laufleistung ablieferte, an ihm mussten sich Paulis Abwehrhünen Lasse Sobiech und Christopher Avevor abarbeiten. Er hielt dagegen, er hielt die Bälle und war drei Minuten vor dem Ende nach einem gescheiten Konter über Baris Atik nah dran am Siegtor.

    Die Passgenauigkeit verbessern, die richtigen Laufwege wählen, im Umschalten von Abwehr auf Angriff gedankenschneller agieren, mit mehr Entschlossenheit und Mut des Gegners Tor ansteuern – diese Ziele Jeff Strassers dürften seine Trainingsinhalte in den nächsten Tagen bestimmen. „Wir wissen, dass wir uns in der Offensive verbessern müssen, dass wir mehr Durchschlagskraft entwickeln müssen“, sagt der FCK-Coach, der zwei Tage nach dem K. o., der 0:5-Schlappe bei Union Berlin eine tote Mannschaft übernahm und reanimierte.

    Strasser tut dem FCK gut. Er lebt mit. Er dirigiert. Er führt. Das ist im Training so. Das ist auch im Spiel so. Aber im Vordergrund stehen mag er nicht. Das lässt die Bescheidenheit des 43-Jährigen nicht zu, der die Probleme kennt, der die kritische Tabellenlage nicht verharmlost, der aber auch von Qualität und Talent seines Kaders überzeugt ist. „Er hat eine väterliche Autorität“, beschreibt Christoph Moritz, der am Freitag ein guter Kapitän war, das Wirken des neuen Trainers. „Das Spiel war von der ersten bis zur 90. Minute ein sehr schwieriges. Aber wir haben eine sehr, sehr gute Mentalität bewiesen“, sagt Gino Fechner. Er ist 20, ein Talent. Fechner, mal Sechser, mal Achter und ein bisschen Zehner, kann mal der Spielmacher werden.

    Quellen
      • Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung

Kommentare 4

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    Vorher macht das Museum wahrscheinlich zu. Wär auch der sinnvollste Schritt in meinen Augen.
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    @ Buggy Der Rückfall auf Platz 18. war der berühmte Schritt um Anlauf zu nehmen. Wir kommen da unten raus, wird schwer aber wir schaffen das!
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    Seit Sonntag trotz gutem Spiel auf Pauli wieder auf Platz 18... Ich finde das win wenig Demut den Schreiberlingen von der RON nicht schaden würde und sie auf solche Artikel verzichten bis wir hoffentlich demnächst nicht mehr auf einem Abstiegsplatz…
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    Damit Anderson in einem Atemzug mit Wendt/ Hellström / Sandberg oder Nilsson genannt werden kann braucht es noch einiges. Er hat erst einmal sehr gute Ansätze und man kann es als FCK Fan fast nicht glauben das wir einen Knipser in unseren Reihen haben,…