• Der FCK gewinnt mit 4:0 gegen CS Fola Esch, den Ex-Verein von Strasser
    ​ RAMSTEIN-MIESENBACH. Testfall gelungen: 4:0 (2:0) gewann Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern gestern Abend im Reichswaldstadion von Ramstein-Miesenbach gegen den luxemburgischen Erstligisten CS Fola Esch. Der FV Olympia Ramstein war ein guter Gastgeber.

    Jeff Strasser begegnete seiner Vergangenheit: Sieben Jahre war der neue FCK-Coach bei CS Fola Esch als Trainer in der Verantwortung. Gestern Abend langten seine ehemaligen Schützlinge beim Wiedersehen ganz schön hin, so dass sich Schiedsrichter Patrick Alt zu einigen Ordnungsrufen veranlasst sah, um das Knüppel-aus-dem-Sack-Spiel einzudämmen.

    Die Lauterer dagegen agierten äußerst diszipliniert, geführt vom klugen Kapitän Moritz. Er war Anführer und Ruhepuls. Nach 80 Minuten sah Raubein Lopes Rot. Strasser nahm sogleich den leicht lädierten Gino Fechner vom Platz, wollte kein Überzahlspiel.

    „Der neue Trainer hat viel verändert. Das 3:0 gegen Fürth tat gut, vor allem auch dem Selbstvertrauen. Das Miteinander mit den Fans war super“, sagte Fechner, zuletzt gegen Fürth ganz stark, auch gestern an der Seite von Moritz ein Impulsgeber.

    Für die Pausenführung der Lauterer sorgten Christoph Moritz nach Foul am umtriebigen Manfred Osei Kwadwo (24.) und Osayamen Osawe nach Moritz-Zuspiel und einem krassen Torwartfehler nach Atik-Abschluss (45.). Im Lauterer Tor stand Jan-Ole Sievers. Marius Müller, die gesetzte Nummer 1, fehlte wegen einer fiebrigen Mandelentzündung. Der junge Lennart Grill hütet heute das Tor der zweiten Mannschaft im Oberligaspiel in Eppelborn. „Jan-Ole entwickelt sich sehr gut“, lobte Torwarttrainer Gerry Ehrmann. Beim Spiel nahm die Dreier-Abwehrkette Sievers fast alle Arbeit ab, ließ vor der Pause keine Chance zu. Sievers zeigte aber bei den Rückgaben der Kollegen, dass er ein sehr guter Fußballer ist, der das Spiel auch mit langen Bällen auf die Flügel zu eröffnen weiß. Nach der Pause hielt er mit zwei Glanzparaden die Null fest.

    Für das 3:0 sorgte Baris Atik, der lange brauchte, um ins Spiel zu finden, nach tollem Spielzug über Brandon Borrello und Osawe (62.). Das 4:0 von Nicklas Shipnoski bereitete Torben Müsel vor (74.), der in der 59. Minute mit einem Pfostenschuss Pech hatte.

    „Wir hatten vor dem Spiel zwei Ziele: Defensiv wollten wir kompakt stehen und kein Gegentor zulassen. Offensiv wollten wir schnell in die Tiefe spielen und effektiv sein“, erklärte Jeff Strasser, insgesamt zufrieden nach einer intensiven Trainingswoche, die heute abgeschlossen wird. Am Sonntag ist Freizeit angesagt.

    Das erste Ziel, kompakt, ohne Gegentor, wurde auch durch die beiden Glanztaten Sievers’ erreicht. Schnell in die Tiefe, da haperte es gegen das Bollwerk aus Luxemburg noch. „Wir wollten gerade auch unseren jungen Talenten Spielpraxis geben“, erläuterte Trainer Strasser. In den letzten 28 Minuten spielte der letztjährige U19-Sturm mit Shipnoski, Müsel und David Tomic.

    Die Gespräche in Sachen Co-Trainer laufen, sagte Sportdirektor Boris Notzon. Gestern saß Alexander Bugera als „Co“ auf der Bank.

    So spielten sie

    1. FC Kaiserslautern: Sievers - Kessel (46. Correia), Vucur, Modica - Mwene (46. Borrello), Moritz (62. Seifert), Fechner, Abu Hanna - Osei Kwadwo (46. Müsel), Osawe (62. Shipnoski), Atik (62. Tomic)

    Tore: 1:0 Moritz (24., Foulelfmeter), 2:0 Osawe (45.), 3:0 Atik (62.), 4:0 Shipnoski (74.)

    Rote Karte: Lopes (80.)

    Beste Spieler: Moritz, Fechner, Osei Kwadwo

    Zuschauer: 500

    Schiedsrichter: Alt (Illingen).
    Quellen
      • Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung

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