• FCK-Trainer will die Länderspielpause zu harter Arbeit nutzen – Der erste Sieg hellt Stimmung auf
    ​ Nicht wenige FCK-Fans würden die Zweitliga-Tabelle am liebsten umdrehen. Nach dem 3:0 (0:0) gegen die SpVgg Greuther Fürth am Freitagabend zeigte sich die RHEINPFALZ-Blitztabelle auf den Videowänden im Fritz-Walter-Stadion einen Tick freundlicher: Der FCK hat mit den Gästen den Platz getauscht, rückt von Platz 18 auf 17. Ein kleiner Schritt voran auf dem weiten Weg in bessere Zeiten.

    „Vielleicht sollten wir dieses Spiel als den Wendepunkt ansehen. Wir sollten nun optimistisch nach vorne schauen und nicht mehr zurück auf das, was war“, sagte Sebastian Andersson, der Mann des Abends, der binnen neun Minuten zwischen der 71. und 80. Minute mit seinem Hattrick die leidenden Fans in einen Freudentaumel versetzte. „Nach dem 1:0 war’s, als hätte sich ein Knoten gelöst“, meinte der kampfstarke Benjamin Kessel nach dem ersten Spiel unter der Regie des neuen Trainers Jeff Strasser. „Er hat uns emotional gepusht“, sagte Kessel.

    „Es ist ein kleiner Schritt nach vorne“, sagte Strasser, den die Zuschauer schon lange vor dem Anpfiff mit viel Applaus begrüßten. Am Ende wurde der neue Cheftrainer, der die Mannschaft lautstark und gestenreich vom Spielfeldrand aus dirigierte, sich immer wieder mit Aushilfs-Co-Trainer Alexander Bugera austauschte, begeistert gefeiert. „Es geht hier nicht um meine Person. Es geht um den Verein. Es geht um die Mannschaft. Wir wissen, dass harte Arbeit auf uns wartet“, sagte Strasser.

    So sieht das auch Christoph Moritz, am Freitag anstelle des verletzt zuschauenden Daniel Halfar Kapitän. Und Moritz zeigte, dass er auch die rustikalere Variante des Fußballs beherrscht, ohne unfair zu werden. „Wir haben in der ersten Halbzeit ordentlich verteidigt, auch ein bisschen Glück gehabt, dass keiner reinrutscht. Es gab zwei, drei Situationen in der zweiten Halbzeit, unter anderem mein Rückpass, die wir zum Glück überstanden haben. Das war ein bisschen der Lohn für die harte Arbeit. Wir haben in der Länderspielpause noch einiges zu tun“, befand Moritz.

    „Wir gehen mit einem schönen Rückenwind in die Pause, sie kommt uns komplett gelegen“, sagte Moritz, der auch spielerisch Fortschritte ausmachte, die Mannschaft nach dem 1:0 „explodieren“ sah: „Wir haben als Mannschaft schon die Möglichkeiten, ordentlich zu kombinieren. Wenn wir hier in Führung gehen, wissen wir, dass einiges möglich ist und der Gegner beeindruckt ist von der Kulisse.“

    Beeindruckend trat Joel Abu Hanna auf. Er kam am vorletzten Tag der Transferperiode von Bayer Leverkusen und durch den Ausfall von Leon Guwara zu seinem Zweitligadebüt. „Er hat seine Chance genutzt“, lobte Jeff Strasser den 19-jährigen Linksverteidiger. „Wir haben sehr gut mit dem neuen Coach gearbeitet. Wir haben uns eine neue Taktik erarbeitet, und ich denke, man hat von außen auch gesehen, dass wir sie gut umgesetzt haben“, sagte Abu Hanna nach seinem starken Pflichtspieldebüt: stark im Tackling und im Kopfballspiel, mutig im Vorwärtsgang.

    Im Vorwärtsgang weiß Manfred Osei Kwadwo einiges zu bewegen. Er hat endlich aber auch gelernt, den Rückwärtsgang einzulegen. Mit Phillipp Mwene sorgte Osei Kwadwo für viel Wirbel am Flügel – erst rechts, dann links. Osei Kwadwo scheint über die Schwelle vom Talent zum Profi zu gehen. „Ich habe immer Gas gegeben“, sieht sich der 22-Jährige auf dem richtigen Weg. „Wir sind froh, dass wir mit Manni im August bis 2020 verlängert haben“, sagte Sportdirektor Boris Notzon.

    „Endlich ...“ Marius Müller war glücklich – gewonnen. Und erstmals ohne Gegentor. Was auch an der sehr konzentrierten Leistung seines Vordermanns Stipe Vucur, der den Ex-Lauterer Philipp Hofmann auch dank seiner Kopfballstärke komplett aus dem Spiel nahm. Der neue Trainer passt einfach zum FCK, sagte Vucur nach dem „extrem wichtigen Sieg“.

    Am Freitag (19 Uhr) gibt’s in Ramstein ein schnelles Wiedersehen für Jeff Strasser und seinem bisherigen Schützlingen: Das Testspiel gegen CS Fola Esch war schon vor Strassers Wechsel nach Lautern vereinbart.
    Quellen
      • Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung

Kommentare 4

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    Es muss in der Tat etwas im Argen gelegen haben, sonst wäre der 1. FCK nicht so weit unten in der Tabelle. Aber ich bin sehr hoffnungsvoll, dass der neue Trainer die richtigen Stellschrauben dreht. Hierzu ein kleiner Auszug: Zitat: „Wichtig sei es…
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    Da ist man mal ein paar Tage Fussballfrei und dann gewinnt der FCK mit 3 Stürmertoren.... ich hoffe wir können noch rechtzeitig auf den richtigen Zug aufspringen. Wobei ich nach einigen Szenen aber auch sagen muss, das Fürth sehr schlecht war. Aber…
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    Zitat von Ronnie Wendt: „Ich habe das dumpfe Gefühl das, wenn man bei den Aussagen der Spieler zwischen den Zeilen liest, einiges im Argen gelegen haben muss.“ Das habe ich auch. Vor allem die Aussage in einem anderen Artikel, man habe Andersson…
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    Ich habe das dumpfe Gefühl das, wenn man bei den Aussagen der Spieler zwischen den Zeilen liest, einiges im Argen gelegen haben muss. ​Jeff Strasser, scheint wohl einen Zugang zu den Jungs gefunden zu haben. Was ich auch gut finde, er sieht wohl das…