• FCK feiert 3:0-Sieg gegen Fürth – Andersson gelingt Hattrick
    ​ In der Zweitliga-Tabelle ist es nur ein kleiner Schritt. Für das Wir-Gefühl zwischen Fans und Mannschaft ist das 3:0 (0:0) des 1. FC Kaiserslautern gegen die SpVgg Greuther Fürth ein ganz großer Schritt aufeinander zu. Mann des Abends ist Sebastian Andersson mit einem Hattrick binnen neun Minuten (71., 74., 80.).

    Zum dritten Mal erzielt der Schwede in seiner Laufbahn drei Tore in einem Spiel, das erste Mal drei in einer Hälfte, ohne dass ihm jemand dazwischenfunkt. „Ein überwältigendes Gefühl“, sagt Andersson, „für mich eine ganz spezielle Nacht.“ Bis zu seinem ersten Treffer des Abends müht Andersson sich, er rackert, wirkt aber wie ein Fremdkörper. Dann kommen seine großen neun Minuten. Torwart Marius Müller freut sich mit seinem Teamgefährten: „Er arbeitet und macht und tut, er bekommt pro Spiel 25 Bälle auf den Schädel gehauen und muss sehen, was er damit macht. Heute hat er sich endlich belohnt.“

    Als Jeff Strasser vor der Partie zum TV-Interview geht, brandet Beifall auf. Die Westkurvenbesatzung heißt ihren Liebling aus guter Zeit willkommen. Seine Mannschaft hat er gestern und vorgestern kennengelernt, aufgerichtet, vor allem emotional erreicht. Auf der Suche nach der verloren gegangenen Stabilität setzt der Coach auf eine Fünferkette, die bei Ballbesitz zur Dreierreihe wird. Links debütiert nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Leon Guwara der im Sommerschlussverkauf von Bayer Leverkusen gekommene 19 Jahre alte Joel Abu Hanna, fügt sich tadelfrei sein, beeindruckt auch mit sauberem Kopfballspiel. Bitter, dass er sich nach 59 Minuten ohne Schuld eines Fürthers verletzt und raus muss. Brandon Borrello kommt – und macht es gut.

    Die rechte Seite – die Schokoladenseite mit Phillipp Mwene als Schwungrad, er beflügelt die Roten Teufel im entschlossenen Zusammenwirken mit Benjamin Kessel und Manfred Osei Kwadwo, der nach der Pause überragend auftrumpft. Über rechts entwickelt sich nach Osei Kwadwos Einleitung auch die erste Lauterer Chance, aber die drei hintereinanderfolgenden Schüsse von Gervane Kastaneer, Osei Kwadwo und Mwene blocken die Fürther (7.). Drei Minuten später serviert Mwene eine feine Flanke, der Flugkopfball Sebastian Anderssons streicht knapp am Tor vorbei. In der 28. Minute vergibt der FCK eine dritte gute Chance, nach einem Angriff über Osei Kwadwo schießt Torhüter Balázs Megyeri Mwene an – das Kleeblatt muss vierblättrig in die Pfalz gekommen sein.

    Das Glück ist diesmal auch dem FCK hold. Nach Aycicek-Ecke kommt Richard Magyar aus fünf Metern zum Kopfball, aber Müller, anfangs unsicher, pariert (50.). „Der FCK hat verdient gewonnen. So ein Spiel entscheiden Kleinigkeiten. Wir haben bei dem Kopfball eine hundertprozentige Chance, machen es nicht. Dann haben wir 3:1-Überzahl, und Andersson macht das Tor. Das war der Dosenöffner“, klagt Damir Buric, der Trainer des geschlagenen Gastes.

    „Westkurve unverzichtbar“ kündet ein Riesenbanner, als die Fans vor dem Anpfiff das stimmungsvolle „You’ll never walk alone“ anstimmen. Die Unterstützung gestern ist riesig – auch als nicht alles rund läuft. „Als Erstes möchte ich mich bei den Fans für diese Unterstützung bedanken, sie sorgten für eine gewisse Aufbruchstimmung“, sagt Strasser nach seinem Traumeinstand, feiert am Ende mit dem Team vor der Westkurve.

    Drei Tore in acht Spielen – die kümmerliche Bilanz der Lauterer – und dann drei in einem Spiel. Das 1:0 legt Mwene mit einer Linksflanke auf den Kopf von Andersson – der Betze bebt (71.). Drei Minuten später löffelt der kampfstarke Kapitän Christoph Moritz den Ball in den Lauf von Borrello, der bedient Osei Kwadwo, der den Ball ablegt, Andersson trifft aus dem Hinterhalt – 2:0. Den Schlusspunkt setzt der FCK grandios. Gino Fechner erkämpft den Ball, stolpert, rappelt sich auf, setzt Borrello ein, der serviert und Andersson trifft. „Super von Gino, klasse von Brandon – das ist eben Lautern“, schwärmt Osei Kwadwo. „Der Trainer hat uns das FCK-Gen eingeimpft“, sagt Mwene. Und Selbstvertrauen zurückgegeben.



    So spielten sie

    1. FC Kaiserslautern: Müller - Mwene, Kessel, Vucur, Modica, Abu Hanna (59. Borrello) - Moritz, Fechner - Osei Kwadwo, Kastaneer (60. Osawe) - Andersson (84. Müsel)

    SpVgg Greuther Fürth: Megyeri - Caligiuri (46. Ernst), Maloca, Magyar, Wittek - Gjasula - Narey, Aycicek (65. Cigerci), Sontheimer, Green (70. Dursun) - Hofmann

    Tore: 1:0 Andersson (71.), 2:0 Andersson (74.), 3:0 Andersson (80.)

    Gelbe Karten: Wittek (4), Maloca (2), Narey

    Beste Spieler: Andersson Osei Kwadwo, Mwene - Magyar

    Zuschauer: 19.179

    Schiedsrichter: Storks (Velen)

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    Quellen
      • Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung

Kommentare 31

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    Ich sag es nicht gerne, aber Equinox hat völlig recht. Eine Führungsfigur, z. B. der Cheftrainer verschafft sich Respekt, wenn er Fehler auch auf sich nimmt und eine Mischung zwischen Peitsche und Zucker findet. Voran geht... Fehlerlos zu sein und…
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    achso ich meinte das gar nicht so :D sondern eher dass bei trainerentlassungen öfters "jüngere" trainer nachrücken statt die älteren semester
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    Zitat von Tanz der Teufel: „denke funkel ist ne ausnahme. würde man mal ne statistik ziehen, käme sicherlich eher ein jüngerer schnitt der "neutrainer" zustande. ist das nichts für @Gonzo ? du holst doch gern mal statistiken raus ;)“ Also junger…
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    dafür kann er Gedanken lesen...ich vermute mal von 80% dieses Forums. :)
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    Zitat von Klabuster_Kaputtnik: „@'Equinox Du kannst ja auch vernünftige und sachliche Posts verfassen :D“ Du offensichtlich nicht :)