• Fünfte Liga trifft Zweite Liga – FCK im DFB-Pokal zu Gast beim Oberligisten SV Eichede – Viel Lob für Gino Fechner
    Träumen erlaubt, unterschätzen verboten: Heute (15.30 Uhr) will Zweitligist 1. FC Kaiserslautern die erste Hürde im DFB-Pokal nehmen. Ein Sieg beim schleswig-holsteinischen Oberligisten SV Eichede ist Pflicht. Gespielt wird im Stadion Lohmühle in Lübeck.

    Die Pokalträume von FCK-Coach Norbert Meier endeten im April 2015 erst im Halbfinale, als er mit dem damaligen Drittligisten Arminia Bielefeld am späteren Cupgewinner VfL Wolfsburg scheiterte (0:4). Vorher gab’s Siege gegen SV Sandhausen (4:1), Hertha BSC 4:2 nach Elfmeterschießen, 3:1 gegen Werder Bremen und 6:5 nach Elfmeterschießen gegen Borussia Mönchengladbach.

    „Wir haben den Gegner beobachtet, genau analysiert. Wir bereiten uns vor wie auf jedes Punktspiel. Wir wollen uns keine Blöße geben. Es kommt auf zwei Dinge an: Ergebnis und Leistung. Wir wollen weiterkommen, klar, aber wir wollen auch eine gute Leistung zeigen“, betont Boris Notzon, der kommissarische Sportchef des FCK, vor dem Duell Fünfte Liga gegen Zweite Liga. Rund 1000 FCK- Fans sind dabei, insgesamt hat der SV Eichede bis gestern 3200 Tickets verkauft – es gibt noch reichlich Karten.

    Einen prima Einstand beim FCK hatte – abgesehen von der Schmähbotschaft aus der Ecke des Fan-Klubs „Pfalz-Inferno“ – Gino Fechner. Der Neuzugang, ablösefrei von der zweiten Mannschaft von RB Leipzig gekommen, für drei Jahre unter Vertrag, hat 120 von 180 möglichen Minuten der neuen Saison gespielt. „Für mich als 19-Jährigen ist das nicht selbstverständlich“, sagt der Mittelfeldspieler, der beim 0:3 in Nürnberg nach einer Stunde Christoph Moritz ablöste und gegen Darmstadt 98 (1:1) für Moritz in der Startelf stand und imponierend auftrat. Fast hätte Fechner drei Minuten vor der Pause sein erstes Zweitligator geschossen, verfehlte das Ziel knapp. Es war die Anschlusssituation nach einem grandiosen Konter, als Baris Atik aber versäumte, den Ball auf den mitstürmenden Leon Guwara durchzustecken. „Die Situation hätten wir besser ausspielen müssen. Dann wären zwei Mann frei gewesen, und wir hätten mit dem Ball ins leere Tor laufen können“, sagt Fechner. Nach seinem beherzten Auftritt gab’s viel Lob für ihn. Der Trainer war zufrieden, Vater Harry Fechner auch. Der heute 67-Jährige war selbst Fußball-Profi, hat 84 Erstligaspiele für den VfL Bochum gemacht. „Er war im Stadion und war auch sehr zufrieden. Er hat gesagt, dass ich – außer in den ersten 20 Minuten, als ich kaum am Ball war – ein sehr gutes Spiel gemacht habe“, erzählte Fechner stolz. Mit seinem Auftritt überraschte er auch FCK-U19-Coach Alexander Bugera. „Gino hat prima gespielt, mit viel Leidenschaft. Er war sehr präsent, ist gut in die Zweikämpfe. Er hat so gespielt, wie man hier spielen muss.“

    Ob er heute ran darf? Fechner weiß es nicht, hofft es aber. In der Woche vor der Partie gegen die „Lilien“ hatte er im Training ein gutes Gefühl, weil er meist im A-Team spielte. „Diese Woche haben wir mehr rotiert ...“

    Fechner, der gebürtige Bochumer, hat in Leipzig Abitur gemacht, und will sich nun als Profi etablieren. Am 1. September bezieht der U20-Nationalspieler seine Wohnung. „Ich bin noch im Hotel – wenn meine Freundin zu Besuch kommt. Sonst komm’ ich auch bei Mannschaftskameraden unter, bei Brandon Borrello etwa oder Lennart Grill“, erzählt der Jung-Profi. Vom Klima im Team schwärmt auch Phillipp Mwene. Es gab schon zwei Mannschaftsabende, nicht unwichtig bei elf externen Neuzugängen.

    Vielversprechend: die ersten Einsatzminuten des bulligen Angreifers Gervane Kastaneer. Im Training deutet der 21-jährige Niederländer Abschlussqualitäten an.

    So spielen sie

    SV Eichede: Barkmann - Al-Tamemy, Hendrik Wurr, Marco Schubring, Kleine - Bojarinow, Maltzahn - Bieche, Gürsoy, Grant - Facklam – Es fehlt: Thorben Wurr (Muskelbündelriss)


    1. FC Kaiserslautern: Müller - Kessel, Vucur, Koch - Mwene, Albaek, Guwara - Fechner, Halfar - Osawe, Atik

    Ersatz: Sievers, Borrello, Moritz, Seufert, Osei Kwadwo, Kastaneer, Spalvis

    Es fehlen: Correia, Ziegler (Trainingsrückstand), Modica, Przybylko (Aufbautraining)

    Schiedsrichter: Waschitzki (Essen).
    Quellen
      • Die Rheinpfalz - Pfälzische Volkszeitung

Kommentare 11

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    Zitat von Rohrschlosser: „upps der Goettinger radelt zum Spiel oder lässt er sich chauffieren,“ Welch unqualifizierter Beitrag Frau Geerdes
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    Es ist tatsächlich egal wie wir taktisch spielen. Spielen wir auf dem Papier eher defensiv und gewinnen 4:0 ist es schlecht. Hätten wir total offensiv gespielt und die Betztetugenden gezeigt aber verloren wäre alles ok gewesen? Ich lach mich…
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    Mit einer 5er Kette hatte man bei der Europameisterschaft Wales und Island gefeiert und bei uns wird eine defensive Ausrichtung kritisiert. Es doch egal wie wir taktisch spielen, solange wir während der Saison eine engagierte Leistung der Mannschaft…
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    upps der Goettinger radelt zum Spiel oder lässt er sich chauffieren,
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    Wenn das die Grundausrichtung sein soll, dann ist das eben so. Vielleicht variiert NM so, dass es mal mehr devensiv, mal mehr offensiv gespielt wird. Es wurde in der Vergangenheit immer bemängelt dass kein System zu erkennen ist. Jetzt hat NM vielleicht…