• FCK morgen im Pokal bei Fünftligist SV Eichede – Partie steigt in Lübeck – Przybylko geht es besser
    Ein bisschen ist der Ausflug in den Großraum Hamburg für Norbert Meier eine Reise in die Vergangenheit: Morgen (15.30 Uhr) tritt Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern im Lübecker Stadion Lohmühle zum DFB-Pokal-Erstrundenspiel gegen den Oberligisten SV Eichede an – Eichede liegt nur rund 35 Kilometer nördlich von Reinbek, dem Geburtsort des FCK-Trainers.

    „Es kann sein, dass wir an der Autobahnabfahrt Reinbek vorbeikommen – ja, Reinbek hat sogar eine Autobahnabfahrt“, erzählte der 58-Jährige launig. Allerdings habe er kaum noch Verwandtschaft oder Freunde in Reinbek. Aber die Schwiegereltern kommen aus Geesthacht. Das wiederum liegt südlich von Reinbek. „Da gibt es Verwandtschaft meiner Frau, also auch meine Verwandtschaft, die werden uns die Daumen drücken, wenn auch nicht im Stadion“, ließ der FCK-Trainer wissen.

    Seinem Lieblingsteam die Daumen zu drücken, das schadet ja nie, vor allem im DFB-Pokal gegen die sogenannten Kleinen nicht, in diesem Fall einen Fünftligisten, der gerade aus der Regionalliga Nord in die Oberliga abgestiegen ist. „Auch die Mannschaft des Gegners besteht aus Jungs zwischen 20 und 30, die sich zu bewegen wissen, die in der Blüte ihrer körperlichen Fitness stehen. Im Vorbeigehen werden diese Spiele nicht gewonnen“, betont Meier. „Wir sind zweimal dagewesen, haben den Gegner zweimal vor Ort beobachtet.“ Dazu kommt Videomaterial für die übliche Spielvorbereitung. Rund 1000 FCK-Fans werden in Lübeck erwartet, Karten gibt’s noch reichlich.

    Für die Rückkehrer aus dem Lauterer Lazarett indes kommt die Partie im hohen Norden viel zu früh. Aber immerhin hat nach Patrick Ziegler (Außenbandverletzung im Sprunggelenk) auch Marcel Correia (Innenbandzerrung im Knie) wieder Teile des Mannschafstrainings absolvieren können. Ihr Abwehrkollege Giuliano Modica (Muskelfaserriss) sowie der zuvor lange verletzte Stürmer Kacper Przybylko (Mittelfußoperation) waren beim Lauftraining aktiv. „So langsam kommen unsere Schäfchen wieder zurück“, sagte Meier guter Dinge.

    Unverbindlicher Trainingsgast beim FCK war Mittelfeldspieler Hans Nunoo Sarpei (18) vom VfB Stuttgart, der Neffe von Ex-Profi Hans Sarpei.

    Lauterer Dauerbrenner ist Phillipp Mwene. Der offensivfreudige rechte Verteidiger hat seit seinem Wechsel im Sommer 2016 vom VfB Stuttgart II zum FCK alle Pflichtspielminuten absolviert. Der junge Wiener hat sich nach und nach immer mehr gesteigert, avancierte zum Publikumsliebling – sein unermüdlicher Einsatz und seine Tempoläufe kommen an. Trainer Meier hat den 23-Jährigen vor der Saison in den Mannschaftsrat berufen. „Es ist eine Ehre für mich, in meinem zweiten Jahr beim FCK mehr Verantwortung zu übernehmen“, betonte der schnelle Außenbahnspieler, der zuletzt beim 1:1 der Lauterer gegen Darmstadt 98 den 1:0-Führungstreffer von Daniel Halfar mit einem klugen Zuspiel eingeleitet hat. Auch Mwene weiß, dass ein Pokalgegner wie der SV Eichede keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmen ist. „Wir bereiten uns auf dieses Spiel vor wie auf jedes andere“, betonte der 16-malige österreichische U21-Nationalspieler, „wir wollen den Schwung aus dem Darmstadt-Spiel mitnehmen und an die läuferische und kämpferische Leistung anknüpfen.“

    Die Lauterer laufen morgen in Lübeck mit dem Schriftzug der Popart-Gallery in Pirmasens auf. Galeriegründer ist der Unternehmer Ralph Barlog, der auch im Hintergrund des FCK-Hauptsponsors Top12.de wirkt.

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    FCK-Fan zieht seine Klage zurück

    Zivilprozess um vorzeitige Rückzahlung aus Anleihe des Vereins beendet

    Der Zivilprozess, den ein FCK-Fan gegen den Verein angestrengt hat, weil er vorzeitig Geld aus einer Anleihe zurückhaben wollte, ist beendet: Der Fan aus Nordrhein-Westfalen hat seine Klage zurückgezogen.


    Bei dem Prozess forderte der Fan die Rückzahlung von 100.000 Euro aus einer Anleihe des FCK für das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) auf dem Fröhnerhof und die Nachwuchsmannschaften bis zur U23. Der FCKhatte dies abgelehnt. Der Vorsitzende Richter der 2. Zivilkammer am Landgericht Kaiserslautern, Michael Stiefenhöfer, hatte daraufhin einen Vergleichsvorschlag unterbreitet.

    Zu einem solchen Vergleich vor Gericht wird es nicht kommen. Wie Stiefenhöfer gestern gegenüber der RHEINPFALZ ausführte, hat der Fan seine Klage zurückgezogen: der Prozess sei damit beendet.

    Der Kläger aus Ostwestfalen hatte im Februar 2013 200 Schuldverschreibungen im Wert von 100.000 Euro gezeichnet. Mit der hochverzinsten Anleihe waren 700.000 Euro eingesammelt worden. Sie ist im Jahr 2019 vom 1. FCK zurückzuzahlen, ebenso wie die vom Volumen her weitaus größere Betze-Anleihe. Der Fan aus Nordrhein-Westfalen hatte in dem Prozess beanstandet, dass die von ihm gezeichnete Anleihe vom 1. FC Kaiserslautern nicht vertragsgemäß eingesetzt worden sei. Der FCK wiederum lehnte eine vorzeitige Rückzahlung der 100.000 Euro ab und führte aus, dass der gesamte Emissionserlös der FCK-NLZ-Anleihe für Investitionen in das Nachwuchsleistungszentrum verwendet worden sei.

    Der Vergleichsvorschlag, den der Vorsitzende Richter dann in der Güteverhandlung machte, ging davon aus, dass die vom Kläger gezeichnete Anleihe von 100.000 Euro weiterhin beim FCK verbleibt und der Verein die Kosten des Verfahrens trägt. Stiefenhöfer äußerte zudem die Erwartung, dass der Verein zugleich seine Bereitschaft zu weiteren Investitionen in dem Nachwuchsleistungszentrum erklärt. Gleichzeitig ließ Stiefenhöfer Kritik an der Kommunikation des 1. FCK durchklingen; womöglich habe eine suboptimal gelaufene Kommunikation dazu geführt, dass beim Kläger Befürchtungen aufgekommen seien, dass die Anleihemittel anders als erwartet ausgegeben worden seien.

    Nachdem der Kläger seine Klage zurückgezogen habe, müsse er die Gerichtskosten und seine Anwaltskosten tragen, erklärte Stiefenhöfer gestern. Der Kläger habe angekündigt, dass der FCK keinen Antrag stellen wird, wonach der Kläger die Anwaltskosten tragen soll, die dem Verein entstanden sind.
    Quellen
      • Die Rheinpfalz - Pfälzische Volkszeitung

Kommentare 3

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    Przybylko ist menschlich sicher in Ordnung, hat sich in seinen Einsätzen zumindest mir immer so präsentiert, als hätte er alles gegeben. Nichts desto trotz hat er sich bei uns, wie bei seinen vorigen Stationen auch, als Chancentod präsentiert. Nimmt…
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    Przybylko hat das Pech an den Sohlen kleben. ​Menschlich, ich habe mich mal ein wenig mit ihm unterhalten, ist er sehr nett. Aber als Spieler hat er leider viel zu viel Ausfallzeiten. Tut mir echt leid für ihn.
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    Zitat von PFALZADLER: „Ihr Abwehrkollege Giuliano Modica (Muskelfaserriss) sowie der zuvor lange verletzte Stürmer Kacper Przybylko (Mittelfußoperation) waren beim Lauftraining aktiv. „So langsam kommen unsere Schäfchen wieder zurück“, sagte…